Nach der getroffenen Übereinkunft mit den Banken werden ab dem zweiten Quartal sukzessive neue Produkte in den Vertrieb kommen. Lloyd Fonds erwartet dann eine deutliche Belebung des Geschäfts. Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für Lloyd Fonds von wesentlicher Bedeutung sind. pRoGnosebeRicht talfahRt deR WiRtschaft beendet In der zweiten Jahreshälfte 2009 wurde die Talfahrt der weltweiten Konjunktur gestoppt. Seitdem hat sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten entspannt: IHS Global Insight, ein führendes Analyseinstitut für Wirtschaft und Finanzen erwar- tet, dass das reale Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem rückgang um 2,1 % 2009 im laufenden Geschäftsjahr um 2,6 % und 2011 um 3,3 % ansteigen wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) (World Economic Outlook, Januar 2010) geht für 2010 in seiner Prognose vom Oktober 2009 sogar von einem globalen Wirt- schaftswachstum von 3,1 % aus. Begünstigt wird die Wachstumserwartung durch die positiven Wirkungen aus staatlichen Konjunkturprogrammen und die Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte. Für den Welthandel insgesamt prognostizierte der IWF ein Wachstum von 5,8 % 2010. Experten sehen aber nach wie vor Gefahren für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung: Kreditinstitute könnten zum einen durch die rezessionsbedingte Ver- schlechterung der Kreditqualität und zum anderen aufgrund der Notwendigkeit, ihre Eigenkapitalbasis weiter zu stärken, die Kreditvergabe einschränken. Eine restriktive Kreditvergabe würde den Markt der geschlossenen Fonds 2010 weiterhin belasten. Die Wirtschaft des Euroraums hat im dritten Quartal des letzten Jahres die rezession überwunden. Insgesamt verläuft die Erholung im Vergleich zu den USA jedoch etwas schleppender an: So rechnet der IWF für die USA mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 %; für die Eurozone aber lediglich von 0,3 %. Marktbeobachter rechnen für die Eurozone trotz weiterer fiskalischer Entlastungen mit einem Anstieg der Arbeits- losenquote auf ca. 10,5 %. In Ländern wie Spanien, Irland und Griechenland, die vor besonderen strukturellen Anpassungen stehen, wird die Wirtschaftsleistung 2010 vermutlich erneut sinken. Nach dem überdurchschnittlich starken Konjunkturrückgang im vergangenen Jahr ist in Deutschland laut IWF 2010 mit einem Wirtschaftswachstum von rund 3 % zu rechnen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft ist optimistischer und prognostiziert in seiner Mitte März 2010 veröffentlichten Studie ein moderates Wachstum von 1,2 % für Deutschland für das laufende Jahr. 2011 rechnen die Experten dann mit einem Plus von 1,8 %. Zieht man die Prognosen einiger Bank-Institute heran, wird deutlich, wie groß die Abweichungen und damit auch die Unsicherheiten hinsichtlich der Kon- lloyd fonds geschäftsbericht 2009 Konzernlagebericht 97
