Report-Investor: Loewe AG - Geschäftsbericht 2009

Konzernlagebericht 51 2009 In Deutschland reduzierten sich die Umsätze insgesamt um 3 %. Damit erreichte Loewe im Bereich LCD-TV einen wertmäßigen Marktanteil im Fachhandel von 9,7 %, was einem Rückgang um 0,4 Pro- zentpunkte entspricht. Aus Ertragsgründen wurde zeitweise bewusst auf mögliche Mengensteigerun- gen verzichtet. In den Ländern Benelux, Italien, Frankreich, Österreich und Großbritannien erfolgen Vertrieb und Ser- vice der Loewe Geräte mit eigenen Tochtergesellschaften, im übrigen Ausland über externe Distribu- tionspartner. In Benelux, insbesondere in den Niederlanden, verzeichnete Loewe im Jahr 2009 einen Umsatzrück- gang um 19 % auf 38,7 Mio. Euro. Der Geschäftsverlauf in Italien war teilweise durch preisaggressives Auftreten von Wettbewerbern beeinflusst. Die Loewe Umsätze in Höhe von 15,7 Mio. Euro lagen um 11 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Umsatz der Loewe France sank 2009 ebenfalls um 11 % auf 17,4 Mio. Euro. Auch die Loewe Austria verfehlte im Jahr 2009 den Vergleichswert des Vor- jahres um 9 % und erreichte einen Umsatz in Höhe von 13,4 Mio. Euro. Die Vertriebsaktivitäten in Großbritannien werden seit Mai 2007 von unserer Tochtergesellschaft Loewe UK Ltd. wahrgenommen. Den Schwerpunkt der Aktivitäten bildete der Aufbau eines adäquaten Händler- und Vertriebsnetzes zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wachstums. Die Gesellschaft erziel- te im Geschäftjahr 2009 Umsätze in Höhe von 6,3 Mio. Euro. In den anderen Ländern werden Loewe Produkte durch externe Distributionspartner vermarktet. Der wichtigste Auslandsmarkt für Loewe ohne eigene Vertriebsgesellschaft ist Spanien. Der Landesumsatz ging um 51 % auf 18,3 Mio. Euro zurück und setzt sich zusammen aus Lieferungen von TV-Geräten und anderen Unterhaltungselektronikprodukten über unseren Distributionspartner. Wesentliche Ursa- che für die negative Geschäftsentwicklung sind die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, von der unter anderem Spanien im europäischen Vergleich besonders stark betroffen ist. Die Schweiz ist trotz der vergleichsweise geringen Marktgröße ein attraktiver Markt für hochwertige Produkte. Loewe ist in der Schweiz weiterhin gut positioniert. Der Umsatz sank einstellig um 8 % auf 9,8 Mio. Euro. Deutlicher Ergebnisrückgang im Jahr 2009 Das EBIT lag mit 13,5 Mio. Euro im Jahr 2009 um 15,0 Mio. Euro bzw. 53 % unter dem hohen Vor- jahreswert. Zur Stärkung der Ertragslage haben maßgeblich die konsequent stabile Preispolitik und die wertorientierte Vermarktung der Loewe Produkte beigetragen. Im Vergleich zum Wettbewerb blieben die Verkaufspreise des Loewe Sortiments nahezu stabil. Lediglich in den unteren Preissegmenten wur- den gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres maßvolle Preisanpassungen vorgenommen. Die positive Ertragsentwicklung wurde zudem durch einen anspruchsvollen Produktmix bei TV-Geräten sowie Audio/DVD-Komponenten und das starke Inlandsgeschäft unterstützt. Darüber hinaus wirkten sich niedrigere durch die US-Dollarschwäche begünstigte Beschaffungskosten positiv aus. Hierdurch ist es gelungen, die Bruttoergebnismarge mit 29,2 % nahezu auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjah- reszeitraums von 29,9 % zu halten. In den ersten zwei Quartalen 2009 konnte Loewe bei deutlich niedrigeren Umsätzen lediglich ein EBIT von 1,4 Mio. Euro erreichen, das den Vorjahreswert um 12,8 Mio. Euro unterschritt. Das dritte Quartal schloss mit einem EBIT von 3,2 Mio. Euro ab, was ebenfalls eine deutliche Ergebnisverringerung zum Vorjahr bedeutete. Im vierten Quartal konnte dagegen trotz rückläufiger Umsätze bei einem weiter optimierten Produktmix und Kosteneinsparungsmaßnahmen das hohe Vorjahresergebnis von 8,0 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro erhöht werden. Positives EBIT von 13,5 Mio. Euro durch wertorientierte Vermarktung

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