Konzernlagebericht 65 2009 Nachhaltige Umweltorientierung und Qualitätsmanagement Die kontinuierliche Verringerung der Umweltauswirkungen aller Unternehmensaktivitäten ist ein we- sentliches Ziel von Loewe. Hierbei fordern und fördern wir das Umweltbewusstsein und die Eigenver- antwortung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus betei- ligt sich Loewe am Umweltpakt Bayern und verfügt über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001 sowie ein zertifiziertes Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001. Seit August 2008 ist Loewe Mitglied im QuB (Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe) und dokumentiert da- mit einmal mehr seine besonders nachhaltige Unternehmensführung. Mit konkreten jährlichen sicher- heits- und umweltverbessernden Maßnahmen steigert Loewe aktiv seine Energieeffizienz. Einige der wichtigsten Aktivitäten in diesem Bereich sind: • Installation einer neuen Druckluftzentrale mit Wärmerückgewinnung zur deutlichen Verringerung des Energieaufwands • Maßnahmen zur Wärmedämmung der Gebäude zur Verringerung des Heizenergieverbrauchs • Installation einer außenlichtgesteuerten Beleuchtung in der Produktion zur Reduzierung der Strom- kosten • Start eines Projektes „Niedertemperaturlöten“ zur Senkung des Energieverbrauchs in der Produktion • Hausinterne Workshops mit externen Energieberatern, um weitergehende Energieeinsparungspoten- ziale zu diskutieren und umzusetzen Auf die Umsetzung von Umweltrichtlinien der EU ist Loewe bestens vorbereitet durch die Mitarbeit in den entsprechenden Gremien des Industrieverbandes ZVEI (national) und Digital Europe (europäisch). Zusammen mit Philips und Sharp hat Loewe schon im Februar 2005 die Herstellerkooperation ProRe- turn gegründet, um die Verpflichtungen aus dem „Gesetz über die Rücknahme und die umweltver- trägliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten“ vom 23. März 2005, kurz ElektroG, sowohl wirtschaftlich als auch umweltbezogen noch effizienter zu gestalten. Bis Ende 2009 wurden von Loewe rund 7.700 Tonnen Altgeräte zurückgeholt und einer umweltgerechten Entsorgung zugeführt. Ein weiterer Schwerpunkt bei der Entwicklung von technisch hochwertigen und umweltfreundlichen Produkten war die frühzeitige Umsetzung der sogenannten „RoHS“-Richtlinie (Verbot von gefährlichen Stoffen). Der Verzicht von halogenhaltigen Flammhemmern in Leiterplatten und in Kunststoffteilen ist für Loewe selbstverständlich. Schon bei der Konstruktion und Entwicklung aller Geräte wird großer Wert darauf gelegt, dass sie keine Schadstoffe enthalten und möglichst leicht zu recyceln sind. Die im Juni 2008 in Kraft getretene Verordnung REACH (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschrän- kung chemischer Stoffe) regelt unter anderem den Umgang mit „besonders besorgniserregenden Sub- stanzen“. Loewe strebt auf Basis seiner Umweltpolitik an, derartige Stoffe nicht zu verarbeiten. Große Fortschritte wurden bei der Energieeffizienz der Loewe Geräte erzielt. So konnte der Standby- Verbrauch auf unter ein Watt gesenkt werden. Ebenfalls wurde der Betriebsverbrauch durch den Ein- satz eines Lichtsensors gesenkt, der die Umgebungshelligkeit misst und die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms entsprechend regelt. Gegenüber herkömmlichen Geräten ist hier eine Einsparung von 30 – 50 % möglich. Zusätzlich sparen die Loewe TVs durch die Integration von Zusatzfunktionen, wie beispielsweise Festplattenrecorder oder verschiedene DVB-Tuner, Strom gegenüber vergleichbaren Ein- zelkomponenten. Nicht zu vernachlässigen ist hier auch der geringere Materialeinsatz, der zur Ressour- censchonung unserer Umwelt beiträgt. Große Fortschritte bei der Steigerung der Energieeffizienz
