2009 70 Loewe AG Mittlerweile haben einige Wettbewerber sowohl vom Designansatz als auch von der Geräteausstattung den Wettbewerb im Zielsegment von Loewe erhöht. In diesem Umfeld könnten das Umsatzpotenzial und somit die erzielbaren Ergebnisbeiträge für Loewe begrenzt sein. Hier gilt es, sich zukünftig durch Alleinstellungs- und Differenzierungsmerkmale vom Wettbewerb abzugrenzen, um so eine wertorien- tierte und preisstabile Vermarktung individueller Home Entertainment Systeme sicherzustellen. Es könnten Umsatz- und Ertragsrisiken entstehen, falls Produktneuheiten nicht rechtzeitig eingeführt werden oder gängige Produkte wegen nicht verfügbarer Materialien verspätet in Produktion gehen. Durch ein konsequentes Projektcontrolling sowie permanente Beobachtung kritischer Erfolgsfaktoren werden Abweichungen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung ein- geleitet. Um die Planungssicherheit in der Produktion zu erhöhen, werden Vertriebsprognosen anhand von Marktanalysen, intensiver Marktbeobachtung etc. einer ständigen Überprüfung unterzogen. Einen wesentlichen Beitrag zur Premiumpositionierung und zur Differenzierung ermöglicht darüber hinaus die Loewe Markenerlebniswelt, zu der neben den attraktiven Produkten insbesondere die ein- heitliche, hochwertige Präsentation im Handel, die Markenkommunikation und der Premiumservice gehören. Die Intensivierung der internationalen Schulungsaktivitäten des qualifizierten Fachhandels soll unsere Handelspartner in die Lage versetzen, sich im individuellen Verkaufsgespräch noch besser auf die Endkunden einzustellen und markenadäquaten Service bieten zu können. Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Teilen Europas haben die Geschäftsent- wicklung von Loewe, vor allem im Ausland, im Jahr 2009 erheblich belastet. Das gilt insbesonde- re für die wichtigen Märkte in Spanien und in den Niederlanden. Die aktuellen Aussichten für die europäischen Kernmärkte sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, die vorrangig die Intensität der Konjunkturabschwächung in den Exportmärkten sowie den privaten Konsum betreffen. Wie viele andere Unternehmen musste auch Loewe der starken Rezession Rechnung tragen und die Produkti- onskapazitäten durch geeignete Maßnahmen anpassen. Resultierend aus Problemen bei Automobilzu- lieferern entfiel ferner die Auftragsfertigung von Tuner-Automobilelektroniken. Durch die gedämpften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten in den kommenden Quartalen das Umsatzpotenzial und die somit geplanten Ergebnisbeiträge für Loewe in diesem Segment begrenzt sein. Um flexibel und proaktiv auf Veränderungen reagieren zu können, werden die konjunkturellen Entwick- lungen in unseren Kernmärkten Europas genauestens beobachtet. Ausbau technologischer Differenzierungspotenziale Eine nachhaltige und glaubhafte Premiumpositionierung setzt voraus, dass wesentliche Produkteigen- schaften der Flachdisplaygeräte und Home Entertainment Systeme, wie z. B. Bild- und Tonqualität, Bedienerführung oder Systemfähigkeit, im Wettbewerbsvergleich positiv beurteilt werden. Sollte das nicht überzeugend gelingen, besteht das Risiko, dass sich dies auf die erzielbaren Preisprämien und Absatzpotenziale negativ auswirkt. Loewe konzentriert sich deshalb auf Technikbereiche, die dem Kunden Mehrwert bieten und Differen- zierungspotenziale eröffnen. So ermöglicht die neue Elektronikplattform für Slim-TV-Geräte einerseits ein noch flacheres Gerätedesign, andererseits bildet sie die Voraussetzung für neue vielversprechende Applikationen, wie beispielsweise Anwendungen in Verbindung mit dem Internet. Zudem enthält diese Plattform das modulbasierte Entschlüsselungssystem CI-PLUS. Um die Risiken zunehmender Komple- xität technischer Plattformen zu minimieren und die Laufsicherheit neuer Gerätegenerationen zu er- höhen, werden neue Chipkonzepte auch unter Berücksichtigung der bereitgestellten Software ausge- wählt. Ziehen sich bewährte Chiplieferanten allerdings aus dem Sektor Unterhaltungselektronik zurück, Die für Loewe wichtigen Märkte Spanien und Niederlande von der Finanzkrise besonders betroffen
