Konzernlagebericht 73 2009 IT-Risiken Im Bereich der Informationstechnologie wird der Schutz gegen unberechtigte Datenzugriffe oder Da- tenmissbrauch immer wichtiger, kann aber nicht zu 100 % gewährleistet werden. Loewe begegnet diesen Risiken unter anderem durch technische Schutzmaßnahmen, wie Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugriffs- und Zugangskontrollen auf Betriebs- und Anwenderebene. Tochtergesellschaften im Ausland Zirka 40 % der Umsatzerlöse generiert Loewe im Ausland. In Belgien, Italien, Frankreich, den Nieder- landen, Österreich und Großbritannien erfolgt der Vertrieb von Loewe Produkten über eigene Tochter- gesellschaften, in allen anderen Ländern durch unabhängige Distributoren. Der Vorteil eigener Tochtergesellschaften liegt in einer direkteren Beziehung zum Kunden, einer bes- seren Umsetzung der Loewe Premiumstrategie und höheren Verkaufsmargen. Dem steht ein höheres operatives Risiko gegenüber, da die Fixkosten der Vertriebsorganisation weitestgehend unabhängig vom erreichten Umsatz anfallen. Zur Begrenzung dieser Risiken wird durch die Direktbelieferung der Kunden in Italien, Frankreich, Öster- reich und Großbritannien auf kostspielige dezentrale Lagerhaltung verzichtet. Wesentliche administra- tive Funktionen werden in Deutschland zentralisiert, um die Fixkosten in den Auslandsgesellschaften zu reduzieren. Neben der laufenden Berichterstattung finden quartalsweise Treffen mit den Länder- verantwortlichen statt, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Finanzierungsrisiken Zur mittelfristigen Finanzierung von Loewe steht ein an die Einhaltung von Covenants gebundener Konsortialkreditvertrag über 50 Mio. Euro (Laufzeit bis 30. Juni 2012) der Hausbanken sowie ein Fac- toring-Vertrag (Laufzeit bis 30. Juni 2010) mit einem zusätzlichen Finanzierungsvolumen von 35 Mio. Euro zur Verfügung. Verhandlungen über eine Factoring-Anschlussfinanzierung laufen bereits. Zum 31. Dezember 2009 bestehen nur geringe kurzfristige Bankverbindlichkeiten und auch die Facto- ring-Möglichkeiten sind nicht in Anspruch genommen worden. Zur regelmäßigen Liquiditätskontrolle wird eine monatliche Konzern-Liquiditätsplanung für ein Jahr im Voraus erstellt. Zur Sicherstellung der mittel- und langfristigen Liquidität wird darüber hinaus eine mehrjährige Finanzplanung entwickelt. Daher gehen wir auch in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise davon aus, dass mit der soliden Kapitalstruktur und den bestehenden Finanzierungsvereinbarungen die Wachstumspotenziale von Loewe in den nächsten Jahren finanzierungsbedingt nicht begrenzt sein sollten. Finanzanlagenrisiko Die entsprechend unserer Finanzplanung frei zur Verfügung stehenden Liquiden Mittel werden bei dem Einlagensicherungsfonds unterliegenden Kreditinstituten verzinslich in Tages- und Termingeldern angelegt. Durch die beschriebene Auswahl der Anlagen streben wir eine größtmögliche Reduzierung der Risiken an. Ziel der Kapitalmanagementstrategie von Loewe sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Steige- rung des Unternehmenswertes, die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung der Ge- schäftspolitik sowie die Gewährleistung von Dividendenzahlungen und des Kapitaldienstes. Finanzierung von Loewe gesichert
