Report-Investor: Ludwig Beck AG - Geschäftsbericht 2009

18 umfassendsten arbeiten der letzten Jahrzehnte gehörten – mit- ten im Herzen münchens eine völlig neue Einkaufsatmosphäre für unsere Kunden kreieren, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Besonders stolz sind wir auch darauf, dass wir für die zeitgemäße restaurierung unserer historischen fassade am marienplatz und in der Dienerstraße mit dem fassadenpreis 2008 der stadt münchen ausgezeichnet wurden. Was hat sich im „Kaufhaus der Sinne“ konkret im letzten Jahr getan? Oliver Haller: auch 2009 haben wir die Eröffnung einer neu gestal- teten und erweiterten abteilung feiern können. Insbesondere stolz sind wir nun auf unsere neue Premium-abteilung für abendmode in der 3. Etage, die sich dem anlass entsprechend in einem hochwer- tigen architektonischen raumkonzept präsentiert, das die eleganten abendroben und funkelnden accessoires passend in szene setzt. stilvoll werden unsere Kunden hier schon beim Eintreten von einem harmonischen Gestaltungskonzept in dunklen und schimmernden tönen auf die anprobe der Luxus-Kleider eingestimmt. Ganz im sinne unserer trading Up-strategie ist es uns hier auch gelungen, mit talbot runhof und anna von Griesheim zwei ganz außergewöhnliche mar- ken-Highlights zu bieten – und die Crash Couture der Berliner top- Designerin anna von Griesheim sogar exklusiv als erster Einzelhänd- ler! Unsere aufgabe für 2010 wird es sein, die angrenzende abteilung für Designermode an das hochwertige raumkonzept der abteilung für abendmode anzugleichen und auch flächenmäßig auszubauen. Dieter Münch: aber ein Bummel durch unser Haus lohnt sich nicht nur wegen unserer neuen abteilungen. Wir überraschen unsere Kunden das ganze Jahr über mit aufregenden, sinnlichen Events. Luxuriöse fashion von namhaften marken und Designern, ein Para- dies kostbarer Düfte und Kosmetiktreatments von Profi-stylisten, eine legendäre musikabteilung, die starmusikern wie im letzten Jahr beispielsweise Lang Lang, sol Gabetta, Philippe Jaroussky und vielen anderen eine geeignete Bühne bietet – dies alles macht den Besuch in unserem „Kaufhaus der sinne“ zum shopping-Erleb- nis der Extraklasse! Vorstand im Interview Die Vorstände Dieter münch und oliver Haller über ein ergebnis- starkes Jahr 2009, über einen neuen Großaktionär und die aus- sichten für ein Handelsunternehmen im weiterhin unsicheren wirt- schaftlichen Umfeld. Herr Münch, Herr Haller, Deutschland hat das zweite Rezessionsjahr erlebt und auch für den Einzelhandel war es ein insgesamt durchwachsenes Jahr. Wie lau- tet Ihr persönliches Resümee? Dieter Münch: Das abgelaufene Geschäftsjahr war ein sehr span- nendes Jahr, aber für viele Unternehmen gerade im Einzelhandel auch ein Jahr der großen Herausforderungen. Wie erwartet, ist die marktbereinigung, die wir schon letztes Jahr beobachten konn- ten, weiter voran geschritten. so mussten wir beispielsweise die Insolvenz der arcandor-Gruppe und damit auch die Insolvenz des traditionsreichen Quelle Versandhauses oder der Karstadt Kauf- häuser miterleben. In unserem näheren Umfeld hat es u.a. auch die EsCaDa-Group getroffen. Gerade in einer Phase des konjunk- turellen abschwungs werden die schwächen, aber eben auch die stärken eines Unternehmens besonders deutlich sichtbar. In die- sem Zusammenhang zahlt sich aus, dass LUDWIG BECK recht- zeitig die richtigen Weichen gestellt hat. Denn was besonders in Zeiten wie diesen enorm wichtig ist, ist eine klare und glaubwür- dige Unternehmenspositionierung. Oliver Haller: Hier waren wir erneut erfolgreich mit unserer trading Up-strategie. Damit verfolgen wir bereits seit einigen Jahren das Ziel, uns mit dem „Kaufhaus der sinne“ am münchener marienplatz durch die konsequente sortimentsaufwertung um nationale und internationale top-marken und innovative junge Designer klar als aufregende Einkaufsoase im Zentrum münchens zu positionieren. Gleichzeitig haben wir unseren schwerpunkt auch auf die neuge- staltung und modernisierung der Innenräume gelegt und konnten mit verschiedenen Umbauten – dazu gehören selbstverständlich auch die Umbauarbeiten der Jahre 2007 und 2008, die zu den

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