an UnsErE aKtIonärE | 21 Oliver Haller: Der private Konsum wurde im letzten Jahr durch Kon- junkturmaßnahmen wie beispielsweise die so genannte abwrack- prämie stark angekurbelt. Dass viele menschen, die sich daraufhin ein neues auto geleistet haben, nun andere anschaffungen zurück- stellen, merkt der Handel letztendlich auch beim Blick in die Kasse. Da der Einzelhandel traditionell ein Konjunkturnachzügler ist, gehen wir davon aus, dass sich hier die Lage noch nicht so schnell ent- spannen wird wie in anderen Bereichen. Wie ist LUDWIG BECK gegen die Unsicherheiten im Konsumumfeld gewappnet? Dieter Münch: Die Entwicklung der vergangenen monate hat bewie- sen, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Umfeld der größten Wirtschaftskrise seit Ende des Zweiten Weltkriegs eindeutig bewährt hat. Wir haben frühzeitig mit der strategischen neuausrichtung unseres beliebten „Kaufhaus der sinne“ begonnen, und es war abso- lut richtig, hier den schwerpunkt unserer Bemühungen zu setzen. Werte wie Qualität, tradition und authentizität stehen seit jeher für die marke LUDWIG BECK. Wir haben es darüber hinaus geschafft, diese wertvollen tugenden in ein modernes Umfeld zu transportieren und den Bogen zu spannen zwischen aktuellen trends und zeitlos indi- viduellen Werten. Damit gelingt es uns, auch den stetig gestiegenen ansprüchen unserer Kundschaft gerecht zu werden. Oliver Haller: Wir sind überzeugt, dass gerade in Zeiten der Krise die menschen sich nach rückzugsorten sehnen, sie dem alltag entflie- hen wollen. In unserem Haus verspüren unsere Kunden Lebenslust und tauchen ein in eine Welt sinnlicher reize, phantasievoller arran- gements und natürlich einer exklusiven markenauswahl. nicht zuletzt durch die freundliche aufmerksamkeit und Kompetenz unseres enga- gierten fachpersonals gelingt es uns, diese oase im alltag für unsere Kunden zu sein. Wir sind seit Generationen eine feste Institution in münchen, und wir werden all unsere anstrengungen auch in Zukunft darauf konzentrieren, unseren Kunden außergewöhnliche Einkaufser- lebnisse zu verschaffen und damit unsere marktposition weiter zu festigen und deutlich auszubauen. Dank an unsere Mitarbeiter Wir möchten uns an dieser stelle herzlich bei unseren mitarbeitern für ihre Initiative, ihr Engagement und ihre Leistung bedanken. Zu jeder Zeit hat sich die Belegschaft mit den Zielen des Unternehmens iden- tifiziert und diese konsequent verfolgt. Das macht uns so erfolgreich! Wir danken auch den Vertretern der arbeitnehmer für die Vermittlung zwischen Unternehmensleitung und angestellten. Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr der guten Zusammenarbeit in einem hervorra- genden Betriebsklima! Dieter münch oliver Haller Herr Haller, ein Wort zum Abschluss noch zu Ihrem Entschluss, Ihren zum 31. Dezember 2010 auslaufenden Vertrag als Vorstandsmitglied nicht zu verlängern? Oliver Haller: Ja, dies war eine sehr schwierige persönliche Ent- scheidung, die mir wirklich nicht leicht gefallen ist. seit anfang 2007 gehöre ich zu LUDWIG BECK, und das Unternehmen ist mir in dieser Zeit wahrhaft ans Herz gewachsen. Und wie sie in den letzten monaten und Jahren beobachten konnten, haben wir bei LUDWIG BECK nicht nur viel umgebaut und verändert, sondern wir haben unser Unternehmen nachhaltig positioniert und konzeptionell aufgestellt. Ich möchte mich bei meinem Kollegen Dieter münch und allen unseren hervorragenden mitarbeitern für die tolle Zeit und inspirierende Zusammenarbeit bedanken und freue mich jetzt erst einmal auf die verbleibenden monate, in denen Herr münch und ich „unseren“ LUDWIG BECK erfolgreich weiter entwickeln werden. Dieter Münch: auch ich möchte mich bei dieser Gelegenheit schon einmal bei oliver Haller für die gute Zusammenarbeit der letzten drei Jahre bedanken, obwohl wir ja noch ein gutes stück gemein- sam des Weges gehen werden. Zusammen ist es uns gelungen, den neupositionierungsprozess von LUDWIG BECK kraftvoll vor- anzutreiben und den Erfolgskurs stark auszubauen. Ich bedau- ere außerordentlich die Entscheidung Herrn Hallers, seinen Ver- trag nicht weiter zu verlängern, respektiere aber natürlich seinen Wunsch sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Ich wünsche ihm dabei alles Gute und viel Erfolg.
