Report-Investor: Ludwig Beck AG - Geschäftsbericht 2009

40 1861 Der Knopfmacher und Posamentenmeister LUDWIG BECK eröffnet im väterlichen anwesen eine Werkstatt mit vier Gesellen und einem Lehrling sowie einen Laden mit zwei Verkäuferinnen und einem Lehrmädchen. 1874 Es geht rapide aufwärts. Gebäude in der nachbarschaft werden gekauft und die Geschäftsräume vergrößert. 1876 Wenn der „Kini“ ruft, dann gibt es für ein aufstrebendes münchener Unternehmen kein Halten. LUDWIG BECK beliefert die märchenschlös- ser Ludwigs II. mit Gold- und silberposamenten und erhält dafür den titel „Königlich Bayerischer Hofposamentier“. 1892 Erweiterung der angebotspalette: Zu Knöpfen, Kurzwaren, Posa- menten, Bändern und spitzen werden seidenstoffe, Weißwaren und modewaren aufgenommen. 1921 Zum 60-jährigen Jubiläum arbeiten bereits 61 mitarbeiter für LUDWIG BECK – 44 angestellte im kaufmännischen Bereich und 17 Werkleute im technischen Bereich. 1938 Die Posamentenwerkstatt „LUDWIG BECK Posamentier“ wird an den textilkaufmann Gustl feldmeier verkauft. Der firmiert das Unterneh- men in „LUDWIG BECK am rathauseck“ um. mittlerweile beschäf- tigt das Unternehmen 138 angestellte. 1945 Das Geschäftshaus wird im Krieg völlig zerstört. 1948 Ein neuer anlauf mit Erfolg: Die firmen „LUDWIG BECK am rathaus- eck“ und „textilhaus feldmeier und sohn“ fusionieren zur „LUDWIG BECK am rathauseck – textilhaus feldmeier KG“. Die Geschäftsräu- me werden zum teil wieder aufgebaut. 1953 Das Unternehmen beschäftigt nun 409 mitarbeiter, der Jahresumsatz beläuft sich auf 12,4 mio. Dm. 1954 Die Zeit des Wirtschaftswunders. Gustl feldmeier erwirbt das heu- tige stammhaus am marienplatz und vollzieht für LUDWIG BECK den wichtigsten schritt in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Das Kaufhaus wird entscheidend vergrößert und zu einer echten mün- chener Institution ausgebaut. 1965 bis 1968 Das stammhaus wird von Grund auf umgestaltet und modernisiert. Die Verkaufsflächen werden erweitert. 1971 Der aufschwung findet manchmal ganz unten statt: LUDWIG BECK eröffnet das tiefgeschoss am marienplatz. nun kann man direkt von s- oder U-Bahn kommend einkaufen. 1972 Es ist eine Boom-Zeit für den Einzelhandel. Die erste filiale in einem Einkaufscenter wird eröffnet: pünktlich zu den olympischen spielen im münchener olympiaeinkaufszentrum. 1974 Unter mitwirkung zahlreicher Kunsthandwerker und Künstler präsentiert LUDWIG BECK am marienplatz das erste „Weihnachtshaus“, das über 30 Jahre lang nicht vom münchener advent wegzudenken sein wird. 1978 LUDWIG BECK als Pionier: für die mittlerweile 840 Voll- und teilzeit- beschäftigten wird die individuelle arbeitszeit (IaZ) eingeführt. Historie

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