M.Tech AG Geschäftsbericht 20092 Vorwort des Vorstands nach dem Erwerb der Dambach-Werke GmbH im vergangenen Jahr war 2009 das erste vollständige Geschäftsjahr des neu ent- standenen M.Tech Konzerns. Das Geschäftsjahr 2009 stand pri- mär unter dem Einfluss der organisatorischen Neuausrichtung innerhalb des Konzerns, was mit komplexen steuerlichen und rechtlichen Transaktionen verbunden war. Viele Maßnahmen wurden erfolgreich vollzogen und umgesetzt: Die Geschäfts- und Rahmenbedingungen aller beteiligten Gesellschaften wurden neu definiert und in den laufenden Geschäftsbetrieb integriert. Kontinuierlich umgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen greifen und die gewünschten Synergieeffekte lassen sich sukzessive an den Ergebniszahlen ablesen. Vor diesem Hintergrund und trotz allgemein schwacher Wirt- schaftslage verlief die Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 insge- samt zufriedenstellend: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Um- satzerlöse von 127,6 Mio. EUR auf 165,7 Mio. EUR. Das Ergebnis ist leicht rückläufig und sank von 3,9 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR. Zu beachten ist, dass die Vorjahreszahlen lediglich für das zweite Halbjahr die Zahlen der Dambach-Werke beinhalten. Ein gemischtes Bild bietet der Blick auf die einzelnen Segmente: Während sich das Segment Urban auf dem Niveau des Vorjahres einpendelte, mussten im Bereich der außerörtlichen Verkehrs- technik, im Segment Interurban, Korrekturen vorgenommen werden. Die Übersiedlung von Kuppenheim nach Gaggenau haben wir im Geschäftsjahr 2009 bereits eingeleitet und den entsprechenden Aufwand im Zahlenwerk des Jahres 2009 ver- arbeitet. Deutlich aufgehellt wirkt das Bild bei Betrachtung der Auftragseingänge. Durch die späte Auftragsvergabe auf Seiten der Kommunen und Länder steigt gewöhnlich zum Jahresende die Zahl der Auftragseingänge – in diesem Jahr besonders stark und erfreulicherweise in beiden Segmenten. Mit hohem Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2010 So summieren sich die Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2009 auf ein Volumen von 191,2 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von rund 48%. Der Auftragsbestand konnte so im Vergleich zum Vorjahr um 42% gesteigert werden und liegt per 31. Dezember 2009 bei 84,6 Mio. EUR. Dieser Effekt ist vor allem auf die Konjunkturprogramme der öffentlichen Hand zurückzuführen, wonach in diesem Jahr Ausschreibungsverfahren beschleunigt und Aufträge deutlich zügiger vergeben wurden. Ungeachtet dessen ist am Markt ein allgemeiner Preisverfall zu beobachten, der auf eine verstärkt wettbewerbsorientierte Aus- schreibungspraxis zurückzuführen ist. Zu den wichtigsten und bereits abgeschlossenen Projekten zäh- len im Interurbanen Segment die Streckenbeeinflussungsan- lagen auf den Bundesautobahnen A2 und A5. Auf der A2 wurden in der Nähe von Hannover 19 Steckenstationen, 82 Induktions- schleifendetektoren und insgesamt 38 Steuermodule mit Bedien- einheit geliefert. Der Auftragswert lag bei 182.000 EUR. Das Auf- tragsvolumen der Streckenbeeinflussungsanlage auf der A5 am stark befahrenen Darmstädter Kreuz war etwa vierfach so hoch. Hier wurden unter anderem 41 Streckenstationen, 53 Radarsen- soren, 7 Umfelddatenstationen sowie 87 Wechselzeichengeber und 13Prismenwender für zur Standspurfreigabe geliefert. Im Segment Urban wurden oder werden derzeit in den Städten Den Haag, Essen und Heidelberg Parkleitsysteme erneuert bzw. modernisiert. In Essen wurden 28 Parkhäuser mit insgesamt 122 Anzeigestandorten im gesamten Stadtgebiet ausgestattet. Zusätzlich wurden 15 statische Vorinformationsschilder instal- liert. Der gesamte Auftragswert lag bei rund 1 Mio. EUR. In Den Haag wurden rund 70 Anzeigestandorte mit 165 dyna- mischen Parkhausanzeigern installiert. Angeschlossen wurden 25 Parkhäuser, die via GPRS miteinander kommunizieren. Das Neue an diesem Parkleitsystem ist die Anzeigetechnologie mit 3-farbigen LCD-Modulen und LED-Hinterleuchtung. Das gesamte System ging im ersten Quartal 2010 in den Probebetrieb. Das Auftragsvolumen lag bei rund 732.000 EUR. IndenbeidendeutschenStädtenarbeitetendieeinstselbstständig amMarktagierendenUnternehmenSignalbauHuberundDambach bereits erfolgreich zusammen. Diese Entwicklung beweist, dass wir die richtigen strategischen Weichenstellungen vorgenommen haben. Die bisherigen strukturellen Ergebnisse und die positiven Reaktionen der Kunden bestätigen uns darin, dass der Zusammen- schluss ein richtiger Schritt für den langfristigen Erfolg von M.Tech ist. Um weltweit allerdings erste Wahl bei Verkehrssicherheit und intelligentemVerkehrsmanagement zu werden, ist eineWeiterent- wicklung der Strategie notwendig. Hierfür werden wir den Integra- tionsprozess weiter vorantreiben. Unser Ziel ist es, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Diese Erfolge wären nicht möglich gewesen ohne eine hoch motivierte und qualifizierte Belegschaft, von der in den ver- gangenen Monaten eine Menge abverlangt wurde. Im Zuge der konzernweiten Neuausrichtung trennten wir uns in Abstimmung mit den Betriebsräten von über 100 Mitarbeiterinnen und Mitar- beitern, wobei wir zu einem großenTeilVorruhestandsregelungen vereinbarten und befristete Beschäftigungsverhältnisse nicht ver- längerten. Wir bedanken uns für das Vertrauen der Belegschaft und freuen uns auf die aktive, gemeinsame Zukunft.
