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Report Investor: MediClin AG - Geschäftsbericht 2010

125Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 finanzrisikomanagement Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern in erster Linie einem Kreditrisiko sowie einem liquiditäts- und refinanzierungsrisiko ausgesetzt. Unter Kreditrisiko versteht man das Risiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität eines Vertrags- partners. Da die MediClin ihre Umsätze fast vollständig (ca. 98%) mit Rentenversicherungs- trägern sowie gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen abwickelt, ist dieses Risiko als gering einzustufen. Das liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass die MediClin ihren gegen- wärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen kann. Ein refinanzierungsrisiko entsteht als spezielle Ausprägung des Liquiditätsrisikos, wenn bei Bedarf die erforderliche Liquidität nicht zu den erwarteten Kondi- tionen beschafft werden kann. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln, die Möglichkeit zur Finanzierung durch einen adäquaten Betrag an zugesagten Kreditlinien und mittelfristig die Fähigkeit zur Emission am Markt ein. Zur Stärkung der Liquidität sowie zur Vorhaltung ausreichender Finanzierungsmittel für ein externes Wachstum stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Aufgrund der in den letzten Jahren verstärkten Dynamik des Geschäftsumfelds, in dem der Konzern operiert, ist es Ziel der Unternehmensführung, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend ungenutzte Kreditlinien bestehen. Eine weitere Sicherungsmaßnahme ist die konzernweite Liquiditätsversorgung durch ein zentrales Cashpool-Management. Freie liquide Mittel werden als kurzfristige Termingeldanlagen an- gelegt. Daneben besteht ein zinsrisiko aus der möglichen Veränderung des Marktzins- niveaus. Diesem Risiko wird durch sachgerechte Laufzeiten begegnet. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Da bei den Forderungen die Vertragspartner aner- kannte Finanzeinrichtungen sind, geht der Konzern davon aus, dass sie ihre Verpflichtungen erfüllen. Daher ist der Konzern der Auffassung, dass sich sein maximales Ausfallrisiko mit dem Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Summe anderer kurz- fristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberich- tigungen, deckt. Darlehen in Höhe von 61.355 Tsd.Euro gegenüber Versicherungsgesellschaf- ten, die auch Aktionäre der MEDICLIN Aktiengesellschaft sind, werden zum 31. Juli 2011 zur Rückzahlung fällig.