
Vorwort des Vorsitzenden des Vorstands 5 Optimierung unserer Prozesse. Abläufe zu optimieren ist ein kontinuierlicher Prozess. Dabei geht es nicht nur um die Verbesserung medizinischtechnischer Abläufe, sondern auch um Prozesse, wie man zum Beispiel den KnowhowTransfer innerhalb der medizinischen Fachgruppen effi zient gestalten kann. Bewährt hat sich die Bildung von medizinischen Fachgruppen, zum Beispiel in der Rehabilitation, die die Gebiete Neurologie, Psychosomatik, Ortho pädie und Innere Medizin abdecken. Eine aus diesen verschiedenen medizinischen Leistungsträgern zusammengestellte Expertise ermöglicht es, die komplexen medizi nischen Aspekte besser in Behandlungs und Therapiekonzepte umzusetzen, ohne dabei den erforderlichen Blick für den einzelnen Patienten zu verlieren. Doch nicht allein die Förderung von Wissenstransfer reicht aus, um auf eine hohe medizinische Qualität verweisen zu können. Qualität muss auch mess und nach weisbar sein, das heißt, die Ergebnisqualität stand in 2010 und steht auch in Zukunft im Fokus der MediClin. Daher war ein wichtiges Thema in 2010 die Messbarkeit unserer medizinischen Leistungen bzw. deren Ergebnisqualität in der Rehabilitation.Wir haben in mehreren Kliniken Instrumente eingesetzt, die die Behandlungsergebnisse einzelner medizinischer Fachbereiche gemessen und verglichen haben. Die Ergebnisse aus diesem Bench marking nutzen wir, um unsere Behandlungs und Therapiekonzepte ebenso wie die Arbeitsabläufe in einzelnen Häusern gezielt zu optimieren. Doch Ergebnisqualität muss auch transparent sein. Mit unseren freiwillig erstellten RehaQualitätsberichten informieren wir die Kostenträger sowie die an Rehabilita tionsmaßnahmen Interessierten und unsere Patienten regelmäßig auf hohem Niveau über unser Angebot und dessen Ergebnisqualität. Was insgesamt den Informationsumfang und die Qualität von Inhalten anbelangt, so haben wir unsere medizinische Leistungsübersicht erweitert und unseren Internetauf tritt überarbeitet. Die Rückmeldungen, die wir für diese Neuerungen erhalten, bestätigen uns, dass wir unser Ziel, transparent und glaubwürdig zu informieren, erreicht haben. Gute Noten haben wir in 2010 auch für unsere in der Rehabilitation zu erstellenden Therapiekonzepte erhalten. Sie sind – hier darf ich unsere Kostenträger zitieren: „... gut strukturiert und überzeugend ...“ oder „... aussagekräftig, hervorragend aus gearbeitet ...“ oder „... medizinisch State of the Art“. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Aktivitäten in 2010 behandelte das Thema Mit arbeiter. Die Ergebnisse aus einer konzernweiten Mitarbeiterbefragung flossen in unsere bestehenden Programme für Aus und Weiterbildung, für Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung ein. Hier haben wir durch neue Angebote die Attraktivität der MediClin als Arbeitgeber erhöht. Was sind die herausforderungen im Geschäftsjahr 2011? Es sind die sich aus den neuen gesetzgeberischen Maßnahmen ergebenden Einschränkun gen. So werden Mehrleistungen im Akutsektor unattraktiver, da sie mit einem Abschlag belegt werden, dessen Höhe im Jahr 2011 rund 30% betragen wird und ab 2012 ver traglich zu vereinbaren ist. Die Preise für akutstationäre Krankenhausleistungen werden in 2011 und 2012 weniger erhöht als die jeweilige Grundlohnsummensteigerung. Auch im Rehabilitationssektor ist die Bereitschaft zu Preiserhöhungen aufgrund der engen Budgets weiterhin gering. Für uns heißt dies also, dass wir in Zukunft weiterhin unseren Fokus auf Ergebnis qualität richten und an der Optimierung unserer Prozesse arbeiten.