im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 hat MorphoSys in allen Geschäftsaktivitäten beeindruckende Fortschritte erzielt, die den folgenden Bereichen zuzuordnen sind: • Pipeline • Partnerschaften • AbD Serotec • Technologie • Management Die klaren Fortschritte in operativer Hinsicht wurden durch starke Finanzergebnisse untermauert. Die Umsatzerlöse erreichten mit 81,0 Mio. € ihren bisher höchsten Stand und stiegen gegenüber 2008 um 13%. Der operative Gewinn belief sich auf 11,4 Mio. € und lag damit um 30% unter dem Wert des Vorjah res. Dieser Rückgang lag absolut im Rahmen unserer Erwartungen und ist direkt zurückzuführen auf die planmäßige Erhöhung unseres F&E-Budgets von 8,9 Mio. € in 2008 auf 19,3 Mio. € in 2009. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich diese Investitionen in Forschung und Entwicklung auszahlen werden. Die Erfahrungen in der Biotechnologiebranche haben gezeigt, dass diejenigen Unternehmen die höchs ten Bewertungen erzielen, die ihre firmeneigene Forschung und Entwicklung bestmöglich nutzen. Damit rückt die Pipeline des Unternehmens immer mehr in den Vordergrund. Insgesamt hat sich un sere Pipeline mit HuCAL-basierten Wirkstoffen von 55 am Jahresbeginn 2009 auf 65 am Jahresende erweitert. Am Wesentlichsten ist, dass die Zahl der Programme in der klinischen Erprobung von fünf auf acht gestiegen ist. Vier Programme befinden sich nun in der klinischen Erprobung der Phase 2; wir nähern uns zügig dem ersten Nachweis klinischer Wirksamkeit. Wir haben alle Ziele erreicht, die wir uns für unseren wichtigsten firmeneigenen Antikörper gegen entzündliche Erkrankungen – MOR103 – gesetzt hatten. Das Programm hat die klinische Erprobung der Phase 1 erfolgreich bestanden und wird nun in einer Phase 1b/2a-Studie erstmals an Patienten mit rheumatoider Arthritis getestet. Unser zweites Programm, MOR202, hat sich im Berichtsjahr ebenfalls gut entwickelt. Entscheidend ist ferner, dass wir unsere Aktivitäten neben MOR103 und MOR202 durch den Beginn neuer, firmeneigener Programme erweitern konnten, die sich gegen sorgsam ausge wählte Zielmoleküle in unseren Kernbereichen Krebs und entzündliche Erkrankungen richten. Die Fähigkeit, alle unsere internen Entwicklungsmaßnahmen selbst zu finanzieren und dabei dennoch pro fitabel zu bleiben, ist ein herausragendes Merkmal unseres Geschäftsmodells und unterscheidet uns von der Mehrheit der hochriskanten und verlustreichen biopharmazeutischen Unternehmen.
