Report-Investor: MTU Aero Engines Holding AG - Geschäftsbericht 2009

115 Vorausgesetzt ist hierfür ein systematischer Regelkreislauf, der auf der Funktionsfähigkeit der folgenden Elemente aufbaut: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollaktivitäten, Information und Kommunikation sowie Überwachung des IKS. Das IKS des MTU-Konzerns stützt sich überwiegend auf ein funktionierendes internes Steuerungs- system (directive controls) auf Basis effizienter und effektiver Prozesse sowie auf prozessintegrierte organisatorische Sicherungsmaßnahmen, die sowohl in die Aufbau- als auch in die Ablauforganisation des MTU-Konzerns und seiner Konzerngesellschaften integriert sind (z.B. Funktionstrennung, Zugriffs- beschränkungen im IT-Bereich, Zahlungsrichtlinien). Prozessintegrierte Kontrollen vermindern die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern (Fehlerrisiko) bzw. unterstützen das Aufdecken von aufgetretenen Fehlern (z.B. Überprüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit von erhaltenen oder weitergegebenen Daten, manuelle Soll/Ist-Vergleiche, programmierte Plausibilitätsprüfungen in der Software). Das interne Revisionssystem (Corporate Audit) nimmt als prozessunabhängige Institution eine wichtige Stellung im Hinblick auf die Überprüfung der Wirksamkeit und Verbesserung des rechnungslegungsbe- zogenen IKS und RMS ein. Die Interne Revision der MTU bewertet Kontroll- und Überwachungssysteme und trägt zu deren Verbesserung bei. Des Weiteren wird sie auch als Berater verstanden, der darauf ausgerichtet ist, die Geschäftsprozesse im Hinblick auf die Effektivität des internen Kontrollsystems zu verbessern. Die Charter der Internen Revision entspricht den nationalen und internationalen Anforde- rungen des Instituts der Internen Revision und des Institute for Internal Audit. Außerdem unterliegt die Abteilung Corporate Audit dem Kodex der Berufsethik. Die Verwaltungsnormen bezüglich der Internen Revision sind im Intranet der MTU für jeden Mitarbeiter einsehbar. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berät ebenfalls über das Risikomanagement und die Prüfungs- arbeit der Internen Revision und ist vor dem Hintergrund des § 107 Abs. 3 AktG in der Fassung des BilMoG künftig explizit mit der Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Internen Kontrollsysteme, der Internen Revisionssysteme, des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung, insbesondere deren Unabhängigkeit, befasst. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Die wesentlichen Merkmale des bei der MTU bestehenden internen Kontrollsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden: Es gibt bei der MTU eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden bereichsüber- greifende Schlüsselfunktionen zentral gesteuert, wobei gleichzeitig die einzelnen Tochtergesellschaften über ein definiertes Maß an Selbständigkeit verfügen. Die Funktionen der im Hinblick auf den Rech- nungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche „Finanzen/Bilanzen“ sowie „Controlling OEM Business & Corporate“ sind klar getrennt. Die Verantwortlichkeiten sind im Rahmen einer eindeutigen Aufbauorganisation, die in Organigrammen abgebildet ist, klar zugeordnet und für jeden Mitarbeiter über das Intranet jederzeit zugänglich. Die Integrität und Verantwortlichkeit eines jeden Mitarbeiters, auch in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung, werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesell- schaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. [ ] Der Prüfungsausschuss berät über das Risiko- management und die Arbeit der Internen Revision. An den Aktionär Konzernlagebericht > Risikobericht Konzernabschluss Konzernanhang Mehrjahresübersichten Corporate Governance

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