29 die unserer Kunden und Dienstleistungsunternehmen, erschwe- ren, was zur Folge haben kann, dass sich die Ausrichtung unserer Dienstleistungen ändert, verzögert oder Transaktionen nicht durchgeführt werden. 5.5 Risiken transportnaher Dienstleistungen Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der ge- samtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Ent- wicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen. Gemäß Aussagen der Creditreform weist die Transport- und Logistikbranche das höchste Insolvenzrisiko aller untersuchten Branchen auf (siehe Creditreform Wirtschaftsindikator: Analyse des 4. Quartals 2009 und Konjunkturausblick, Veröffentlichung vom 10. Februar 2010). Für einen Teil der Transportdienstleistun- gen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. In einigen Fällen erfolgt der Einkauf zu längerfristig festgelegten Preisen oder durch Einzelbeauftragungen. Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Um die Risiken von Lieferausfällen zu begrenzen, werden die Subunternehmen sorgfältig ausgewählt. Eine geografische Streu- ung der Aufträge in den Segmenten macht uns unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierig- keiten Alternativen zu finden. Weiterhin können externe Fakto- ren, beispielsweise ein steigender Dieselpreis, zu einer anhal- tenden Verteuerung im Transportbereich führen. Dies könnte zu einer weiteren Verteuerung der eigenen Transportdienstleis- tungen führen. Auch könnte die Weigerung einzelner Kunden, Kostenerhöhungen zu übernehmen, dazu führen, dass die Kosten im Unternehmen verbleiben würden. 5.6 Abhängigkeiten von Großkunden aus der Automobilindustrie Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf be- stehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Allerdings führte diese Vernetzung 2009 auch zu Umsatzrückgängen. Erst- mals in der Firmengeschichte war im abgelaufenen Geschäftsjahr kein wesentliches Neuprojekt zu verzeichnen. Der Auf- und Aus- bau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Gesellschaften dar. Rund die Hälfte des Umsatzes der Lila Logistik Gruppe wird derzeit mit Kunden aus der Automobilbranche und Automobilzu- liefererbranche generiert. Die Automobilindustrie und Kfz-Zulie- ferer befinden sich derzeit in einem schwierigen Umfeld. Gemäß Meldungen des Verbands der Automobilindustrie (siehe Pres- semeldung des VDA vom 2. Februar 2010) blieben die Inlands- bestellungen auf Grund des Wegfalls der Umweltprämie um 16 % hinter dem Vorjahresvolumen zurück, während sich die einset- zende Erholung der Auslandsnachfrage Anfang 2010 fortsetzte. Die Studie „Money vs. Technology 2009“ von Deloitte und IHS Global Insight (siehe Pressemitteilung von Deloitte vom 18. Ja- nuar 2010) zeigt, dass sich die Branche der deutschen Automobil- zulieferer aktuell am „Scheideweg“ befindet. Für die mittelfris-
