Report-Investor: Müller - Die lila Logistik AG - Geschäftsbericht 2009

89 oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetz- ten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnah- men werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitäts- analysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwen- dungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungs- risiken im Sinne von IFRS 7. Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedge zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären, variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash- flow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Wäh- rungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanz- ergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzern- ergebnis, das Gesamtergebnis und das Konzerneigenkapital um 92 T€ (Vorjahr 139 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus originären, variabel verzinslichen Finanzschulden und den Zinsderivaten. Sonstige Preisrisiken Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiko, dass der bei- zulegende Zeitwert oder der künftige Cashflow eines Finanzins- truments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwankt (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsri- siko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen. Zum 31. Dezember 2009 hatte die Müller – Die lila Logistik AG wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen. Kapitalmanagement Das vom Konzern gemanagte Kapital entspricht dem konsoli- dierten Eigenkapital. Die Zielsetzungen des Konzerns beim Ka- pitalmanagement sind die Wahrung einer gesunden und soliden

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