lagebericht 47 die sowohl extern durch den abschlussprüfer als auch intern durch die zuständigen abteilungen oder den aufsichtsrat vorgenommen werden kann. Neben dem Vorstand werden auch die geschäftsführer der opera- tiven gesellschaften über die ergebnisse der risikoin- ventur unterrichtet. alle Mitarbeiter sind grundsätzlich angewiesen, risiken an das risikomanagement zu melden. Die risiken quan- tifizieren wir anhand ihrer eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 0 und 100 % und ihres möglichen finanziel- len Schadensausmaßes. Durch Verknüpfung der ein- zelnen Parameter wird das gesamtrisiko berechnet und im Zeitablauf fortgeschrieben. Die systematische ausei- nandersetzung mit risiken und die regelmäßige Kon- trolle unseres risikomanagementsystems ermöglichen uns, die internen Strukturen und Prozesse kontinuier- lich weiterzuentwickeln und zu verbessern. 3.2 entWicklung der risiken Der eintritt der nachfolgend beschriebenen einzelrisi- ken kann für sich oder zusammen mit anderen Um- ständen die geschäftstätigkeit der PatriZia beeinträch- tigen und nachteilige auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und ertragslage der gesellschaft und des Kon- zerns haben. Die aufgeführten risiken könnten nicht die einzigen risiken sein, denen die PatriZia ausgesetzt ist. Weitere risiken, die gegenwärtig nicht bekannt sind, oder risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, könnten unsere geschäftstätigkeit eben- falls belasten. alle risiken sind aus heutiger Sicht be- grenzt, so dass der bestand der PatriZia gesichert ist. MARKT- UND BRANCHENRISIKEN Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Obwohl die PatriZia im eigeninvestment nur auf dem deutschen immobilienmarkt agiert, können auch ge- samteuropäische und/oder weltweite konjunkturelle entwicklungen den Unternehmenserfolg der PatriZia sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Die aus- wirkungen der Finanzmarktkrise auf die realwirtschaft werden 2010 weiter anhalten. Für den Wirtschaftsraum Deutschland gehen wir gemäß diversen Prognosen für 2010 von einer leichten belebung des Wirtschafts- wachstums aus. trotz leichter Konjunkturerholung scheint eine Zunahme der arbeitslosigkeit wahrschein- lich. anhaltende liquiditätsengpässe an den Finanz- märkten und eine damit verbundene eingeschränkte Kreditvergabe der banken könnten notwendige investi- tionen verhindern. ein nachlassendes Konsum- und in- vestitionsverhalten privater haushalte könnte eine ge- ringere Nachfrage nach Wohneigentum oder hochprei- sigen Mietwohnungen zur Folge haben; denkbar wäre auch eine Zunahme der Mietaußenstände. Die Volatili- tät an den aktienmärkten sowie niedrige Finanzierungs- zinsen für private investoren könnten im gegenzug die investitionsneigung in Sachwerte wie Wohnimmobilien beflügeln. generell bleibt festzustellen, dass Wohnim- mobilienportfolios ein geringeres konjunkturabhängi- ges risiko im Vergleich zu büro- oder gewerbeimmobi- lien haben. Preisänderungen am deutschen Wohnimmobilienmarkt Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind – im gegensatz zu anderen europäischen ländern – über Jahre relativ stabil geblieben. Dieser Umstand könnte ein stärkeres interesse institutioneller inves- toren an deutschen Wohnimmobilien hervorrufen. Der härtere Wettbewerb könnte der PatriZia den erwerb geeigneter immobilien zu angemessenen Preisen er- schweren und könnte zu niedrigeren Margen infolge verhältnismäßig steigender einkaufspreise führen. auch der Verlust von Marktanteilen könnte eine Folge für die PatriZia sein. Die Markteintrittsbarrieren für neue nationale und internationale Nachfrager schätzen wir als gering ein. im bereich eigeninvestments ist die Pa- triZia derzeit voll investiert, so dass wir über unseren Vertrieb von Preissteigerungen profitieren würden. Un- sere Kapitalanlagegesellschaft wäre dem risiko aus- gesetzt, unter renditegesichtspunkten weniger geeig- nete Objekte zu finden. ein Verfall der immobilienpreise könnte sich negativ auf die geschäftstätigkeit der PatriZia auswirken und die erzielbarkeit von in der Vergangenheit realisierten Margen erschweren. bei erwerb der immobilien getrof- fene annahmen könnten sich als unzutreffend erweisen und den Wiederverkauf der immobilien oder einzelner Wohnungen verzögern oder zunichte machen. Das Preisniveau wird laufend von uns analysiert und in die Planungen einbezogen. Das risiko fallender Preise be- grenzen wir, indem wir nur qualitativ hochwertige im- mobilien an wirtschaftlich attraktiven Standorten mit hohem Zuzug und guten Zukunftsperspektiven erwer- ben. an den Standorten unseres Portfolios können wir das risiko sinkender Preise und Mieten nahezu aus- schließen. lagebericht
