Report-Investor: Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG - Geschäftsbericht 2009

PRAKTIKER KONZERN GEschäfTsbERIchT 2009 29 KOnzeRnlaGebeRicht seGmentbeRichteRstattunG sortiment international anteil am Gesamtumsatz in % eisenwaren 3,4 sanitär 19,0 holz 13,4 Garten 14,0 elektro 12,6 haushalt 5,5 sonstiges 6,2 farben, tapeten 7,9 baustoffe, -elemente 8,4 Werkzeuge 9,5 umsatz international je sortiment veränderungen gegenüber vorjahr in % haushalt farben, tapeten Garten sonstiges eisenwaren sanitär baustoffe, -elemente holz elektro Werkzeuge –10,7 –12,0 –13,2 –14,8 –15,3 –19,1 –16,4 –17,9 –21,7 –9,1 neue ideen im marketing Die Marketingstrategie im Ausland ist individuell auf die Markterfordernisse und Konsumgewohnheiten der jewei- ligen Länder ausgerichtet. Allen gemeinsam ist, dass sich Praktiker International als lösungsorientierter, kompetenter Anbieter von Waren und Dienstleistungen positioniert, der auch auf individuelle Kundenwünsche die passende Antwort weiß. Beratung wird großgeschrieben und reicht teilweise bis zur Begleitung der Kunden in der Projektrealisierung. Mit dieser konsequenten Serviceausrichtung setzt sich Praktiker positiv von seinen jeweiligen Wettbewerbern vor Ort ab. Bei dieser Positionierung ist Praktiker 2009 geblieben, auch wenn die Preissensibilität der Kunden zugenommen hat und Praktiker in den Werbebotschaften häufiger auf den Preis Bezug nahm. Dennoch verzichtete Praktiker weitge- hend auf die Ausweitung von Sonderangeboten und setzte stattdessen auf Aktionen, die Überraschungscharakter hat- ten. So bot Praktiker etwa in Rumänien – in Kooperation mit einer Mineralölgesellschaft – ab einem gewissen Mindest- umsatz erstmals als Zugabe Benzingutscheine an. Die Ak- tion war ein voller Erfolg. In Griechenland wurden gezielt neue, interessante Zielgruppen angesprochen, wie etwa Studenten oder junge Paare, die typischerweise einen ho- hen Bedarf bei der Einrichtung oder der Renovierung ihrer Wohnungen haben. verbesserung der Rohertragsmarge durch höheren eigen- markenanteil Im Ausland liegt der Eigenmarkenanteil im Vergleich zu Deutschland nach wie vor sehr niedrig, meist etwa zwischen drei und sieben Prozent. In der sukzessiven Erhöhung dieses Anteils liegt für Praktiker eine der wesentlichen Stellschrau- ben zur Verbesserung der Rohertragsmarge. Bereits 2009 wurde im Rahmen der Markteröffnung in Tirana (Albanien) im Farbenbereich erstmals die Eigenmarke „Praktiker“ ein- geführt. Diese wird künftig auch in anderen Sortimentsbe- reichen etabliert werden. Dabei profitiert Praktiker auch von dem bereits heute bei den Kunden großen Ansehen des Fir- mennamens, der dann auch auf die Produktwahrnehmung abstrahlen sollte. Wie in Deutschland liegt der Anteil der Direktimporte in den meisten osteuropäischen Ländern zwischen acht und zehn Prozent. Der Anteil nationaler Lieferanten liegt jeweils zwischen 80 und 90 Prozent. Lediglich in der Ukraine und Albanien liegt der Anteil heimischer Lieferanten aufgrund der örtlichen Gegebenheiten noch deutlich niedriger. innovationen weiter vorangetrieben Wie schon in den Vorjahren hat man vor allem in Un- garn neue Ideen und Technologien eingeführt, um ihre Marktfähigkeit zu testen. So wurde das Selfscanning beim Einkauf weiterentwickelt. Dem Kunden stehen jetzt neue Funktionen zur Verfügung, wie etwa ein Währungskon- verter, eine Sprachauswahl oder auch Hinweise auf Er- gänzungsartikel zu den eingescannten Produkten. In den fünf Märkten in Budapest nahm Praktiker erstmals Info- terminals mit Videofunktion in Betrieb. Der Kunde kann sich über diese Terminals in Bild und Ton mit einem Fach- berater im Call-Center in Verbindung setzen und beraten lassen. Wenn der Kunde genau weiß, was er kaufen will, weist das Infoterminal aus, wo er den gesuchten Artikel im Markt findet. Wesentliche ereignisse in den einzelnen ländern luxemburg (seit 1978) Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Luxemburg war ähnlich angespannt wie in den umliegenden Ländern West- europas. Mit dem Rückgang der Kaufkraft ließ auch die Nachfrage nach Baumarktartikeln nach. Den schlechten Nachrichten aus der Gesamtwirtschaft setzte Praktiker – in Luxemburg unter bâtiself firmierend – positive Werbebotschaften entgegen. Im Frühjahr hieß es „Jetzt erst recht“, Mitte des Jahres kommunizierte bâtiself in der Werbung „Behalten Sie Ihr Lächeln“ und zum Jah- resende die mutmachende Variante „Es geht aufwärts“ – jeweils verbunden mit Sonderaktionen wie Rabattgut- scheinen, Zugaben oder einer Weihnachtsbaumaktion. Die Maßnahmen zeigten Wirkung. Zum Jahresende nahm der Umsatz wieder zu.

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