Report Investor: Q-Cells SE Geschäftsbericht 2009

gen Aktivitäten aus und treiben zugleich die Internationalisierung un- seres Geschäftsmodells voran. Erste Schritte in diese Richtung haben wir bereits erfolgreich getan, beispielsweise mit dem Aufbau unseres Projektgeschäfts durch Q-Cells International: In einer kürzlich veröf- fentlichten Marktstudie von IMS Research ist Q-Cells International mit einem Marktanteil von 3,4 % als der weltweit größte Systemintegrator im Jahr 2009 identifiziert worden. Wir werden Q-Cells International konsequent weiter entwickeln, um gute Bedingungen für künftiges Wachstum zu schaffen. Die Aufhellung des Marktes im vierten Quartal 2009 wird sich aller Voraussicht nach in den ersten beiden Quartalen 2010 zunächst fort- setzen. Für die Entwicklung im zweiten Halbjahr wird die Ausgestal- tung der Solarförderung durch die Bundesregierung entscheidend sein. Insgesamt rechnen wir auf globaler Ebene mit einem starken Wachs- tum der Volumina, welches nach wie vor von einem spürbaren Druck auf Preise und Margen begleitet werden wird. Mit einer Verbesserung unserer Kostenbasis, die auch durch den Ausbau unserer Kapazitäten in Malaysia erreicht werden wird, wollen wir sowohl im Bereich Tech- nologie als auch im Projektgeschäft diese Entwicklung antizipieren. Vorbehaltlich der finalen Beschlüsse zum deutschen EEG gehen wir davon aus, dass wir im laufenden Jahr ein deutlich verbessertes ope- ratives Ergebnis erzielen können. Den Mitarbeitern gebührt unser besonderer Dank. Nach einem solchen Jahr, in dem mit vielen Selbstverständlichkeiten gebrochen werden musste, sind wir jetzt dabei, uns wieder mit voller Kraft nach vorne zu richten, und zählen dabei – in guten wie in schlechten Zeiten – auf unsere Mannschaft. Auch Ihnen, den Aktionären, möchte ich in die- sem Jahr ausdrücklich danken. Für Ihre Geduld und Ihr Vertrauen in unsere Mission: Saubere Energie. Für jeden. Für immer. Für den Vorstand der Q-Cells SE Dr. Nedim Cen Am 11. März trat Anton Milner von seinem Amt als Vorstandsvorsit- zender der Q-Cells SE zurück und ich übernahm das Amt des Vor- standsvorsitzenden zusätzlich zu den Aufgaben als Finanzvorstand in Personalunion. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 sind drei Schwer- punkte gesetzt: 1. Die umfassende Neuausrichtung des Unternehmens, um nachhal- tigere Erträge und eine bessere Risikogewichtung zu gewährleisten. Das wird vor allem durch die Umschichtung eines Teils des Wachs- tums in Großprojekten zugunsten des Einstiegs in das Modulgeschäft sowie Kleinanlagen erreicht. 2. Die Neuausrichtung der Organisation sowie von Prozessen und Kos- tenstrukturen im Unternehmen, um einen neuen Marktauftritt zu unterstützen. 3. Die weitere Fokussierung des Technologieportfolios, um finanzielle Belastungen weiter zu reduzieren. Kerngeschäft werden die kristal- linen Zellen, Solibro und das Projektgeschäft bilden. Im Kerngeschäft werden wir auch weiterhin investieren. Bei unseren kristallinen Zellen wollen wir bis Ende 2011 einen Wirkungsgrad von 20 % erreichen. Die bisherigen Ergebnisse auf unserer Technologie- Roadmap stimmen uns absolut optimistisch, dass wir diese Marke er- reichen werden. Die leistungsfähigsten multikristallinen Zellen aus der Massenproduktion erzielen bereits heute einen Wirkungsgrad von über 17 %. Auf Basis der Vorläuferzellen aus der industriellen Mas- senproduktion hat Q-Cells anlässlich des Branchenkongresses PVSEC im September 2009 ein ISE-zertifiziertes Modul mit einem Wirkungs- grad von 15,9 % vorgestellt – Weltrekord! Die Dünnschichtmodule auf CIGS-Basis von Solibro setzen kontinu- ierlich neue Maßstäbe in puncto Effizienz. Die besten Module verlas- sen das Werk mittlerweile mit einem Wirkungsgrad von 12,3 %. Aus gutem Grund sind die Solibro-Module bereits bis Ende 2010 ausver- kauft. Aus ebenso gutem Grund haben wir die verbleibenden Anteile von Solibro Mitte 2009 übernommen, so dass die Technologie nun zu 100 % zum Kerngeschäft von Q-Cells SE gehört. Q-Cells wird sich binnen Jahresfrist vom technologie-getriebenen Solarproduzenten zum Anbieter von Photovoltaik-Lösungen wandeln. Dazu ergänzen wir unsere Produktpalette in den Kerntechnologien um Angebote für neue Kundensegmente, bauen unsere marktseiti- 6

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