oPtiMierunG der Prozesse und Verbessertes fertiGunGsMAnAGeMent Weiterer Schritt, hin zu dauerhaft verbesserten Kostenstrukturen, ist die verstärkte Automatisierung. Mit entsprechenden Arbeiten haben wir bereits 2009 in den Produktionslinien Thalheim V und VI be- gonnen. Darauf aufbauend werden wir dann 2010 konzernweit das vollautomatische Fertigungssteuerungssystem MES (Manufacturing Execution System) einführen. Dieses prozessnah operierende Ferti- gungsmanagementsystem soll Ende 2010 in allen Produktionslinien in Deutschland und Malaysia installiert sein. Q-Cells ist der erste So- larzellenhersteller weltweit, der die erheblichen Potenziale des MES für die Optimierung der Fertigung in vollem Umfang nutzt. Die schnel- le und umfassende Datenverfügbarkeit wird Grundlage einer syste- matischen Prozesskontrolle mit kurzen Reaktionszeiten, schnellen Lernzyklen in der Fertigung und optimierter Auslastung der Maschi- nen. Vollautomatische Transportsysteme übernehmen den Transport der Zellen durch die Fertigungsstrecke und erlauben eine optimierte Maschinenbelegung bei reduziertem Bruch- und Schädigungsrisiko. Weitere Wirkungsgradverbesserungen bei reduzierten Produktionskos- ten werden die Folge sein. Bedingt durch den Preisverfall bei Silizium ist der Kostenanteil von Silber bei der Zellproduktion beträchtlich gestiegen. Durch Prozess- optimierung konnten wir den Einsatz von Silber auf 150 mg pro Zelle halbieren und auf diese Weise bedeutende Einsparungen erzielen. Die positiven Kosteneffekte werden ebenfalls 2010 voll zum Tragen kommen. In Summe ergibt sich aus den beschriebenen Maßnahmen ein großer Produktivitätsfortschritt. Das ist der erste, höchst effiziente Hebel, den wir einsetzen, um in der Solarzellenfertigung bereits 2010 die Rück- kehr zu nachhaltiger Profitabilität zu erreichen. Plus: einen Schritt VorauS – Mit MeS nutzt Q-cellS alS erSter die Vorteile eineS VollautoMatiSchen FertigungSManageMentS 45Vorwort Aufbruch Nachhaltigkeitsbericht Aktie Konzernlagebericht Konzernabschluss
