VorWort zuM Geschäftsbericht 2009 sehr Geehrte Aktionäre der Q-cells se, liebe freunde und PArtner unseres hAuses, nach vielen Jahren der Erfolge und des Wachstums stand das Jahr 2009 – das zehnte Jahr unseres Bestehens – im Zeichen der Krise. Was sich Ende 2008 schemenhaft andeutete, wurde im vergangenen Jahr für uns zur bitteren Gewissheit: Ein Feuer, das in Spanien ent- facht wurde, entwickelte sich, angeheizt von der Finanzkrise, schnell zum Flächenbrand. Die Nachfrage brach in den ersten Quartalen 2009 weg. Unter dem Strich verzeichnete die Industrie im Gesamtjahr erst- mals in ihrer jüngsten Geschichte einen dramatischen Umbruch. Dabei standen die Zeichen in der Photovoltaik-Industrie bis dahin welt- weit voll auf Wachstum. Der ungebremste Kapazitätsausbau, der sich in Asien im vergangenen Jahr sogar noch fortsetzte, kombiniert mit einer sehr zurückhaltenden Nachfrage, führte daher unweigerlich zu einem Preisverfall in ungekanntem Ausmaß. Die Preise auf Ebene der Zelle sind seit Januar 2009 zwischen 50 und 55 % gefallen, auf Mo- dulebene dürfte diese Zahl zwischen 35 und 50 % liegen. Es liegt auf der Hand, dass wir unsere Produktionskosten nicht im selben Tempo senken konnten und unter Auslastungsproblemen gelitten haben. Da- rüber hinaus wirkten sich die extremen Bedingungen und Einschrän- kungen auf den Finanzierungsmärkten sehr nachteilig auf den (Re-) Finanzierungsbedarf und die Liquiditätssicherung der Firma aus. Die Krise hat Q-Cells 2009 hart getroffen. Bevor ich Ihnen berichte, wie sich dies für Q-Cells ausgewirkt hat – vor allem aber, wie wir auf diese Entwicklung reagiert haben –, möch- te ich Ihnen zeigen, dass das „big picture“ nach wie vor das Gleiche ist wie vor drei, vor fünf oder vor zehn Jahren. Fundamental hat sich nichts geändert: Die Welt steuert weiterhin zielsicher auf ein massi- ves ökologisch-industrielles Problem zu, das wir nur mit einer schnel- len, sehr entschlossenen und globalen Energiewende mindern kön- dr. nediM cen Vorstandsvorsitzender 4
