Report-Investor: Rheinmetall AG - Geschäftsbericht 2009

Indien wird für die deutsche Automobil- industrie und ihre Zulieferer als Produkti- onsstandort und als Markt immer wichtiger. Pierburg beliefert bereits seit Jahren indische Kunden mit Abgasrückführsystemen. Die indische Abgasgesetz- gebung sowie die Subventionierung des Diesel- motors schaffen zudem sehr gute Absatzmöglichkei- ten für pneumatische und elektromotorische Abgas- rückführsysteme. Die Gründung der Pierburg India Private Ltd. war die logische Konsequenz, um an diesem florierenden Markt zu partizipieren. Pierburg baute zunächst die Bereiche Applikation, Liefer- antenqualitätssicherung, Einkauf und Vertrieb auf. Pierburg produziert bereits im Werk Village Takwe Budruk,60kmvonPuneCityentfernt,Abgasrückführ- ventile sowie im Bereich Pierburg Pump Technology Öl-,Wasser-undVakuumpumpen.Generellspürtman den wirtschaftlichen Aufschwung. Durch das stei- gende Einkommensniveau interessieren sich immer mehr private Haushalte für den KaufeinesFahrzeugs, ein Trend, von dem auch Pierburg weiter profitiert. ++ Günter maassen, Pierburg Senior Business Development manager Asia Pacific++ Es ist geschafft, der Turnaround wurde wie geplant im Jahr 2009 erreicht. Die im Rah- men der Integration von Rheinmetall Denel Muni- tion in den Geschäftsbereich Waffe und Munition eingeleiteten Maßnahmen zur Modernisierung von Werks- und Produktionsstrukturen sowie zur Verbes- serung von Organisationsabläufen sichern die gute operative Performance der Gesellschaft ab. Techno- logische Kompetenz, operative Stärke und Erfahrung sowie ein hoher Auftragsbestand sind gute Voraus- setzungen dafür, auch weiter erfolgreich zu sein. ++ Norbert Schulze, Geschäftsführer Rheinmetall Denel munition (Pty) Ltd. ++ Rheinmetall Defence nutzte das Finale des Dunlop SportMaxx Clio Cup auf der Renn- strecke im niederländischen Zandvoort, um für zwei Varianten des hochmodernen Boxer-Fahrzeugsys- tems zu werben. Der Rennstall der niederländischen Streitkräfte nahm mit zwei Fahrzeugen teil: Der Boxer-Kommandoposten wurde als Pace Car für die Aufwärmphase vor dem eigentlichen Rennen einge- setzt; das Boxer-Sanitätsfahrzeug wurde in der Aus- stellung gezeigt und fand großes Interesse. Die Ver- anstaltung bot Rheinmetall Defence die Gelegenheit, für sich als Hersteller des für die niederländischen und deutschen Streitkräfte in den kommenden Jahren vorgesehenen Fahrzeugsystems zu werben. ++ André m.V. Vieleers, Geschäftsführer Rheinmetall Nederland B.V. ++ + + E­MAILS AUS + + So reduziert sich das Gewicht von knapp 43 auf rund 32 Tonnen. Ein weiteres technisches Highlight ist der ferngesteuerte Turm, der die Hauptwaffe trägt und es ermöglicht, den Panzer komplett vom geschütz- ten Innenraum heraus zu führen. Kommandant und Richtschütze verfügen jeder über Zugriff auf ein 360° Periskop, Kamera und Wärmebildgerät, die eine perfekte Rundumsicht bei Tag und bei Nacht ermöglichen. Und auch die sechs Schützen an Bord erhalten über Monitore ein detailliertes Lagebild. So wissen sie jederzeit, ob und wo bei einem bevorste- henden abgesetzten Infanterieeinsatz mit direkter Feindberührung zu rechnen ist. Für diesen Fall kann der Puma auch mächtig die Zähne fletschen: Seine 30-Millimeter-Kanone kann bis zu 200 Schuss pro Minute abfeuern. Durch den Einsatz modernster Feuerleittechnik ist der Puma auch bei Fahrten in schwerstem Gelände stets schussbereit, weil die Kanone selbst bei ständigem Auf und Ab auf das Ziel ausgerichtet bleibt. „Das sieht ein wenig so aus, als würde der Puma an einer Schnur, die durch sein Rohr läuft, durch das Gelände gezogen“, beschreibt es Hellmeister. Und was passiert, wenn der Puma auf ein größeres „Raubtier“ stößt? Selbst die Begegnung mit einem schweren Kampfpanzer muss der Puma nicht scheuen. Er verfügt über eine schnelle und weitreichende, computergestützte Zielerfassung und kann mit ge- zielten Schüssen auch einen Kampfpanzer außer Gefecht setzen. Außerdem ist der Puma mit zwei Lenkflugkörpern ausgestattet, die Kampfpanzer, aber zum Beispiel auch Hubschrauber in einer Entfernung von bis zu vier Kilometern bekämpfen können. Doch in den meisten Fällen wird der Puma seine schwere Bewaffnung gar nicht zum Einsatz bringen müssen. „Oft ist es so, dass schon die Anwesenheit eines modernen Panzers und das Wissen um seine exzellenten Fähigkeiten Respekt einflößen und einen entscheidenden Beitrag zur Befriedung von Konfliktsituationen leisten können“, so das Fazit von PSM-Geschäftsführer Hellmeister 9 RheinmetallRetrospective

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