120 | Konzernabschluss Konzernanhang Sonstige Erläuterungen Ausfallrisiko (Kreditrisiko) | Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht darin, dass der andere Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das maximale Risiko besteht bei gewährten Krediten und Kundenforderungen in Höhe der bilanzierten Buchwerte. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten ist auf den Betrag der bilanzierten positiven Zeitwerte der Derivate begrenzt. Im Rheinmetall-Konzern erfolgt die Überwachung und Erfassung des Ausfallrisikos aus Kundenforderungen dezentral in den operativen Bereichen, wobei durch Richtlinien Rahmenbedingungen für ein ordnungsmäßiges Debitoren-Management gesetzt werden. Neben datenbankgestützten Rating- und Ausfallinformationen eines externen Datenlieferanten können individuelle Einschätzungen herangezogen werden, um insbesondere aktuelle Entwicklungen und qualitative Informationen zu berücksichtigen. Bekannt gewordene Delkredere- Risiken werden durch Wertberichtigungen abgedeckt. Aus der nachfolgenden Überfälligkeitsanalyse der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kundenforderungen wird deutlich, dass die wertberichtigten Forderungen unbedeutend sind. Aufgrund der Art des Geschäftes und der Kundenstruktur ergeben sich kaum Zahlungsausfälle, lediglich Zahlungsverzögerungen sind zu verzeichnen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Überfälligkeitsanalyse der Kundenforderungen MioEUR 31.12.2008 31.12.2009 Von den nicht wertgeminderten Forderungen waren überfällig bis 30 Tage 70 57 überfällig bis 180 Tage 35 45 überfällig mehr als 180 Tage 12 27 117 129 Wertgemindert waren 5 6 Weder wertgemindert noch überfällig 343 318 465 453 Einzelwertberichtigungen -4 -5 461 448 Um das Ausfallrisiko bei Kontrakten über derivative Finanzinstrumente zu minimieren, stellt der Rheinmetall- Konzern hohe Anforderungen an seine Geschäftspartner und beschränkt sich ausschließlich auf in- und ausländische Banken mit einwandfreier Bonität. In geringem Umfang haben Gesellschaften des Rheinmetall-Konzerns finanzielle Zusagen in Form von Darlehensgewährungen gegenüber assoziierten Unternehmen gegeben. Darüber hinaus hat der Rheinmetall- Konzern keine bedeutenden Kreditkonzentrationen. Liquiditätsrisiko | Eine jederzeit ausreichende Liquidität stellt der Rheinmetall-Konzern insbesondere durch eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene und nur teilweise ausgenutzte Finanzierungsfazilitäten sicher. Hierzu gehören neben Kreditlinien von Finanzinstituten in bilateraler oder syndizierter Form ein Commercial-Paper-Programm, ein Asset-Backed-Securities-Programm, Schuldscheindarlehen sowie eine Unternehmensanleihe. Weitere detaillierte Angaben zu den Finanzierungs- fazilitäten finden sich im Lagebericht.
