Report-Investor: Roth & Rau AG - Geschäftsbericht 2009

Roth & Rau AG Geschäftsbericht 2009 124|125 sowie Optionspreismodelle, welche so weit wie möglich Marktdaten und so wenig wie möglich unter- nehmensspezifische Daten zugrunde legen. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts beziehungsweise einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. 2. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Sämtliche Schätzungen und Beurteilun- gen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf Erfahrungen und weiteren Faktoren, ein- schließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen ver- nünftig erscheinen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Forschung und Entwicklung sowie Goodwill siehe Kapitel 4.1.1.), die einheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und Vermietvermögen, die Einbringbarkeit von Forderungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwick- lung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwick- lung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, sodass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäfts- jahr auszugehen ist. Insbesondere wird die Bilanzierung von künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC) gemäß IAS 11 vorgenommen. Der Fertigstellungsgrad der einzelnen Aufträge wird nach dem Cost-to-Cost-Verfahren ermittelt. Aufgrund der langjährigen Erfah- rung und der Verbesserung der Vorkalkulation kann das Ergebnis der Fertigungsaufträge nunmehr verlässlich geschätzt werden. Sollte sich im Ausnahmefall das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich schätzen lassen, so werden die Auftragserlöse in Höhe der angefallenen Auftrags- kosten erfasst (Zero-Profit-Margin-Method). Im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurde aufgrund verbesserter Schätzbarkeit der Pro- jektkosten erstmals eine Teilgewinnrealisierung ab Fertigungsbeginn durchgeführt (Vorjahr: ab 50 % Teilgewinnrealisierung). Resultierend aus der Änderung der Teilgewinnrealisierung ab Fertigungsbe- ginn, konnte im Geschäftsjahr 2009 ein höherer Teilgewinn von 1.151 T€ in den POC-Umsatzerlösen ausgewiesen werden.

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