Roth & Rau AG Geschäftsbericht 2009Roth & Rau AG Geschäftsbericht 2009 Inland Ausland Mitarbeiter zum 31. Dezember 2005 2006 2007 2008 2009 90 134 3 232 4 576 794 30 80 90 137 236 606 874 Im Geschäftsbereich Plasma- und Ionenstrahltechnologie, der seit dem 1. Oktober 2009 in der Roth & Rau MicroSystems GmbH organisiert ist, lag der Fokus erneut auf der Weiterentwicklung bestehender Produkte und der Erschließung neuer Absatzmärkte. Die am Markt bereits etablierte IonScan-Technologie wurde durch das neue IonScan3D-System ergänzt. Mit diesen so genannten IBF-Anlagen (Ion Beam Figuring) können Polierfehler an gekrümmten optischen Substraten lokal und mit höchster Präzision im Nanometer-Bereich nachbearbeitet werden. Damit ist Roth & Rau der Ein- stieg in den vielversprechenden Präzisionsoptik-Markt gelungen. Darüber hinaus wurde mit der innovativen MicroSys SMART eine clusterfähige Anlagenplattform geschaffen, die den Anforderungen der Mikroelektronik für Beschichtungs- und Strukturierungssysteme sowohl in Qualität und Produktivität, als auch bei den Betriebskosten in vollem Umfang gerecht wird. Weitere Projekte befassen sich derzeit mit Großflächen-Ionenstrahlanlagen (Ion-Milling-Systeme), die einen Zugang zum Markt für Festplatten- und Magnetspeicherfertigung (MRAM) ermöglichen sollen, und mit der Weiterentwicklung von Großflächen-Beschichtungsanlagen auf Basis der AK-Baureihe, die für die Abscheidung von Barriereschichten auf organischen Leuchtdioden (OLED) gefertigt werden. Mitarbeiter Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter bilden die Grundlage für unseren langfristigen Unternehmens- erfolg. Trotz Konjunkturabschwung ist die Zahl der Mitarbeiter auch im Geschäftsjahr 2009 weiter angestiegen. Hauptursache dafür waren die getätigten Akquisitionen und die gezielte personelle Ver- stärkung der Bereiche Forschung und Entwicklung, Turnkey-Projektmanagement und Finanzen. Insge- samt stieg die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2009 um 44,2 % auf 874 (2008: 606). Der größte Teil der Mitarbeiter ist in Deutschland beschäftigt. Durch die starke internationale Expansion stieg die Zahl der im Ausland beschäftigten Personen im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 30 auf 80. In der Fertigung machte sich die schwächere Auftragslage in Folge der internationalen Wirtschafts- krise bemerkbar. Durch den Abbau des hohen Anteils an Zeitarbeitskräften konnten wir flexibel auf die veränderte Kapazitätsauslastung reagieren. Zudem stellten wir die Produktion vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 von zwei Schichten auf eine Schicht pro Tag um. In allen anderen Funktionsbereichen 62|63
