Brief an die Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats Corporate Governance Roth & Rau Aktie Erneuerbare Energie Kernmärkte Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzern-Anhang Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk Die weiteren Personalkennzahlen haben sich wie folgt entwickelt: - Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter: 34,6 % der Mitarbeiter waren 30 Jahre und jünger (2008: 31,4 %), 50,7 % waren zwischen 30 und 50 Jahren alt (2008: 52,2 %) und 14,7 % lagen in der Altersklasse über 50 Jahren (2008: 16,4 %). - Die Fluktuationsquote betrug 7,8 % nach 3,7 % im Vorjahr. - Im Geschäftsjahr 2009 wurden 25 Wege- und Betriebsunfälle gemeldet (2008: 10). - Die Krankenquote lag mit 2,2 % leicht über dem Vorjahr (2008: 1,8 %). Beschaffung Der konzernweite Beschaffungsprozess wurde im Geschäftsjahr 2009 neu strukturiert und signifikant verbessert. Dadurch konnten Kostensenkungspotenziale genutzt und die Versorgungssicherheit erhöht werden. Lieferantenmanagement verbessert Zu unseren Lieferanten, mit denen wir zum Teil bereits seit Gründung der Roth & Rau AG zusammen- arbeiten, pflegen wir eine enge und partnerschaftliche Beziehung. Durch die Einbindung unserer Lie- feranten sowohl in den Produktionsprozess als auch in verschiedene Entwicklungsprojekte können wir den Kundennutzen unserer Produkte kontinuierlich steigern. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde ein strategischer Einkauf nach Best Practice implemen- tiert. Im Rahmen des neuen Einkaufsprozesses haben wir die Anzahl alternativer Lieferanten für unsere größten und zumeist strategischen Warengruppen erheblich ausgeweitet. Dadurch konnten wir potenzielle Engpässe und Abhängigkeiten von starken Oligopolen deutlich reduzieren. Der strategische Einkaufsprozess legt Vorgaben für die Auftragsvergabe fest, nach denen alle Warengruppen mit einem Auftragsvolumen von über 1 Mio. € bearbeitet werden. Die Bearbeitungen der Warengruppen finden ausschließlich in so genannten Warengruppenteams statt. Sie bestehen aus dem zuständigen Category Manager und dem zuständigen Technologen. Durch eine Teament- scheidung wird gewährleistet, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen technischen und kauf- männischen Erwägungen die Entscheidungsgrundlage zur Lieferantenauswahl bildet. Grundsätzlich erfolgten die Bestellung, Bewertung und Auswahl der jeweiligen Lieferanten projektbe- zogen. Zusätzlich finden gelegentliche Bonitätsprüfungen zur Sicherung der Lieferfähigkeit statt. Eine kontinuierliche Bewertungspraxis ist derzeit im Aufbau und soll künftig bei Verhandlungen unterstüt- zen und die Qualität verbessern. Als Bewertungsbasis wurde ein Supplier Relationship Management eingeführt. Die Bewertung der Lieferanten wird nach Warengruppen durchgeführt und erfolgt anhand von sieben Kriterien wie unter anderem Produktqualität, Versorgungssicherheit und Innovations- und Entwicklungskompetenz. Der Prozess wird von den Category Managern getrieben und führt zu einer qualifizierten Kategorisierung der Lieferanten. Auf Basis ihrer Bewertung werden anschließend Maßnahmen für die Lieferanten, angefangen bei den Underperformern bis hin zu den Highperformern, festgelegt und umgesetzt. Materialaufwand gesunken Der Materialaufwand ging im Geschäftsjahr 2009 um 42,5 % auf 118.059 T€ zurück (2008: 205.264 T€). Die Materialaufwandsquote sank auf 59,7 % nach 75,4 % im Vorjahr. Neben dem geschäftsbedingten Rückgang des Einkaufsvolumens um ca. 50 % spiegeln sich hierin auch die erfolgreich umgesetzten Optimierungsmaßnahmen im Kosten- und Materialmanagement wider. Vor allem die zunehmende Standardisierung von Komponenten und Baugruppen sowie die Neustrukturierung des Beschaffungs- prozesses trugen zur Senkung der Materialkosten bei.
