Report-Investor: Roth & Rau AG - Geschäftsbericht 2009

Roth & Rau AG Geschäftsbericht 2009Roth & Rau AG Geschäftsbericht 2009 von 197.903 T€ und einer EBIT-Marge von 8,1 %. Damit haben wir unsere Umsatz- und Ergebnisprog- nose von November 2009 erfüllt. Bei der EBITDA-Marge konnten wir mit 12,3 % in etwa den Wert des Vorjahres von 12,7 % erreichen. Diese erfreuliche Entwicklung ist im Wesentlichen auf die deutlichen Einsparungen beim Materialaufwand zurückzuführen. Mit den erfolgreichen Akquisitionen der neuen Tochtergesellschaften haben wir uns im vergangenen Jahr breiter aufgestellt, unsere Marktposition gestärkt und unser Produkt- und Technologieportfolio weiter ausgebaut. Damit haben wir die Grundlage für das weitere Konzernwachstum geschaffen. Zusätzlich beeinflussten die beschriebenen Sondereffekte in Höhe von 2.890 T€ das operative Ergebnis. Der Auftragsbestand verzeichnete einen moderaten Rückgang um 3,9 %. Die wieder anziehende Nachfrage im vierten Quartal 2009 konnte die schwache Auftragsentwicklung der ersten neun Monaten fast vollständig ausgleichen. Wir gehen davon aus, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das Branchenumfeld im Jahr 2010 wieder verbessern werden. Einen detaillierteren Ausblick finden Sie im Prognosebericht ab S. 95. Chancen- und Risikobericht Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken bildet die Grundlage für eine nach- haltig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem weltweit dynamisch wachsenden Branchen- umfeld ergeben sich für den Roth & Rau Konzern regelmäßig Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Auf der anderen Seite gilt es, mögliche Risiken angemessen zu steuern, um den Bestand des Unternehmens zu sichern. Das Chancen- und Risikomanagement ist daher ein wesentlicher Baustein der Unternehmenssteuerung im Roth & Rau Konzern. Chancen- und Risikomanagementsystem Das Chancen- und Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu identifizie- ren, zu bewerten und zu steuern. Dabei verstehen wir unter Risiken sowohl Ereignisse, die negative Auswirkungen auf die Zukunft des Konzerns haben können, als auch das Versäumen oder die mangel- hafte Nutzung positiver Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Instrumente und Methoden der Risikofrüherkennung, -bewertung und -steuerung zu verbessern und an die sich wandelnden Bedingungen im unternehmerischen Umfeld anzupassen. Die feste Einbindung des Risikomanagementsystems in die bestehenden Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen ermöglicht eine konzernübergreifende Risikoüberwachung. Zudem sind alle Konzernmitarbeiter hinsichtlich potenzieller Risiken sensibilisiert und zu entsprechender Berichter- stattung aufgefordert. In allen Konzernbereichen werden die Einzelrisiken vierteljährlich nach bestimmten, festgelegten Risikokategorien erfasst und in einem zentralen Risikocontrolling auf Kon- zernebene zusammengeführt. Die anschließende Bewertung gibt Aufschluss über die Eintrittswahr- scheinlichkeit, die maximale Schadenshöhe und eine mögliche Bestandsgefährdung. Im langfristigen Projektgeschäft wird dieses Verfahren bereits in der Akquisitionsphase zur Analyse und Bewertung der Aufträge herangezogen. Die identifizierten Risiken werden in fünf Risikoklassen eingeteilt, die zu einer abgestuften Berichterstattung verpflichten. Je nach Risikoklasse erfolgt die Entscheidung über Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung auf der operativen Leitungsebene oder auf Vorstandsebene. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen umfassend über die aktuelle Risikosituation informiert. Ad hoc auftretende, wesentliche Risiken oder bestandsgefährdende Risiken werden unmittelbar auch außerhalb der normalen Berichtswege gemeldet. Die Information des Aufsichtsrats erfolgt durch den Vorstand auf Basis der vierteljährlichen Gesamtrisikoberichte, die aus den bewerteten Einzelrisiken abgeleitet werden. 88|89

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