2009 in Kürze An unsere Investoren Lagebericht Unsere Verantwortung Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzernabschluss Weitere Informationen Nachhaltigkeit 135 (6) Demografischer Wandel. In den meisten RWE-Märkten Europas führen niedrige Geburtenraten zu einem steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung. Für Unternehmen wie RWE ergeben sich dadurch vielfältige Herausforderungen. Zum einen lässt die derzeitige Altersstruktur im Konzern erwarten, dass die Zahl der Mitarbeiter, die altersbedingt ausscheiden, nach 2015 erheblich anstei- gen wird. Für uns bedeutet das auch einen Verlust von Wissen und Erfahrung. Zum anderen wird es immer weniger geeignete Nachwuchskräfte geben: Der Wettbewerb um Mitarbeiter ist bereits heute merklich intensiver als noch vor einigen Jahren. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir Programme, mit denen wir den zukünftigen Personalbedarf systematisch ermitteln. Die Ergebnisse dienen als Grundlage, um den bedarfsgerechten Einsatz der Mitarbeiter zu planen und die dauerhafte Verfüg- barkeit von qualifizierten Arbeitnehmern zu sichern. Schon heute nutzen wir zahlreiche Möglichkei- ten, um junge Talente für RWE zu gewinnen, und schaffen ein Arbeitsumfeld, das ihren Erwartungen entspricht. Dazu gehört auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dass wir hier auf einem guten Weg sind, zeigt sich darin, dass immer mehr RWE-Gesellschaften im Rahmen des Audits „berufund- familie“ zertifiziert worden sind. Unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin und des Bundeswirtschaftsministers hat sich das Audit in den vergangenen Jahren zum anerkannten Quali- tätssiegel familienbewusster Personalpolitik entwickelt. (7) Lieferkette. Die Wahrung der Menschenrechte, humane Arbeitsbedingungen oder Korruptions- bekämpfung mögen für uns selbstverständlich sein – aber gilt das auch für unsere Lieferanten? Unser Verantwortungsbewusstsein setzt nicht erst an den Werkstoren ein. Durch systematisches Lieferan- tenmanagement wollen wir sicherstellen, dass unsere Geschäftsbeziehungen mit externen Partnern im Einklang mit unserem konzernweit gültigen Verhaltenskodex stehen. Dieser sieht vor, dass wir keine geschäftlichen Beziehungen zu Lieferanten unterhalten, von denen öffentlich bekannt ist, dass sie die durch die UN-Initiative „Global Compact“ festgelegten ethischen Grundprinzipien verletzen. Für das Lieferantenmanagement im Standardeinkauf nutzen wir konzernweit Datenbanksysteme. Beim Bezug von Brennstoffen, insbesondere Steinkohle, nehmen wir seit 2007 systematische Über- prüfungen vor. Bei der Beschaffung von Anlagen und komplexen Komponenten ist das Risiko, dass Zulieferer die grundlegenden ökologischen und sozialen Standards missachten, i.d.R. wesentlich geringer, denn sie stammen fast ausschließlich aus OECD-Mitgliedstaaten. (8) Innovationen. Unsere Ziele auf den Gebieten Klimaschutz, Energieeffizienz und Versorgungs- sicherheit erreichen wir nur, wenn wir auf modernste Technologien zurückgreifen können. Daher haben Forschung und Entwicklung (F&E) einen hohen Stellenwert bei uns. Im zurückliegenden Jahr haben wir 110 Mio. € dafür aufgewendet. Im Kapitel „Innovation“ auf Seite 92ff. informieren wir ausführlich über unsere F&E-Aktivitäten. (9) Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Auch hier haben wir uns viel vorgenommen: Bis 2012 wollen wir die Zahl der Arbeitsunfälle je eine Million geleistete Arbeitsstunden auf unter 3,0 senken. Sie lag 2009 bei 4,3 und war damit im achten Jahr in Folge rückläufig. Über unsere Ziele und Maß- nahmen zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz berichten wir auf Seite 132.
