Als international tätiges Unternehmen ist RWE einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese syste- matisch zu erfassen, zu bewerten und zu steuern ist für uns Kernelement solider Unternehmens- führung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen. Das hat sich besonders in der Wirtschaftskrise bewährt. Organisation des Risikomanagements im RWE-Konzern. Die Verantwortung für das konzernüber- greifende Risikomanagementsystem trägt der Vorstand der RWE AG. Er legt Regeln und Mindest- standards fest, definiert Obergrenzen für die aggregierten Markt- und Kreditrisiken und entscheidet über Transaktionen, die zu erheblichen Risiken führen können. Der Zentralbereich Konzernrisiko- management, der unmittelbar dem Finanzvorstand zugeordnet ist, nimmt Steuerungs- und Koordi- nationsfunktionen wahr. Zu seinen Aufgaben gehören die Erarbeitung konzernweiter Vorgaben für Methoden und Prozessabläufe, die regelmäßige Berichterstattung und die Überwachung von Risiken. Aus den vom Vorstand vorgegebenen Risiko-Obergrenzen leitet er Limite für Commodity- und Kredit- risiken der operativen Gesellschaften ab. Risiken innerhalb der Finanzberichterstattung werden vom Zentralbereich Konzernrechnungswesen der RWE AG überwacht. Dieser Bereich ist ebenfalls direkt dem Finanzvorstand unterstellt. Er bedient sich eines internen Kontrollsystems, das wir auf Seite 102ff. ausführlich darstellen. Auch Compliance- Risiken nehmen wir sehr ernst. Ihre Überwachung und Steuerung obliegt dem Zentralbereich Com- pliance. Dieser berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der RWE AG oder – sollten Mitglieder des Vorstands betroffen sein – auch direkt an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und an den Vorsitzen- den des Prüfungsausschusses. Unter fachlicher Führung der genannten Zentralbereiche sorgen unsere Konzerngesellschaften für eine einheitliche Umsetzung der konzernweiten Risikomanagement- Richtlinien. Darüber hinaus sind folgende Gremien mit zentralen operativen Risikomanagement-Aufgaben betraut: • Risikokomitee: Ihm obliegen die Beobachtung und Überwachung von Commodity-Preisrisiken und Kreditrisiken, die sich aus den Handels-, Vertriebs- und Beschaffungsaktivitäten ergeben. Wir stel- len damit eine enge Überwachung dieser für uns zentralen Risiken sicher. Der Finanzvorstand der RWE AG ist der Vorsitzende des Risikokomitees. Auf Ebene der RWE AG unterstützen ihn die Leiter der Zentralbereiche Konzernrisikomanagement, Konzernfinanzen und Wertschöpfungsmanage- ment. Dem Risikokomitee gehören außerdem die Finanzvorstände bzw. die für den Finanzbereich zuständigen Geschäftsführer von RWE Dea, Essent, RWE Innogy, RWE npower, RWE Power, RWE Supply&Trading, RWE Transgas und RWE Vertrieb an. Sie stellen die einheitliche Umsetzung der konzernweiten Richtlinien zum Commodity- und Kreditrisikomanagement sicher. Unterstützt werden sie dabei von den Risikocontrolling-Abteilungen ihrer Gesellschaften, die organisatorisch von den operativen Einheiten getrennt sind. ENTWICKLUNG DER RISIKEN UND CHANCEN1.10 2009 in Kürze An unsere Investoren Lagebericht Unsere Verantwortung Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzernabschluss Weitere Informationen Entwicklung der Risiken und Chancen 95
