schäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow auswirken. Wir haben neue Lizenzierungsmodelle wie On-Demand und Subskriptionen eingeführt, bei denen die Umsätze gewöhnlich über einen längeren Zeitraum rea- lisiert werden. Ein wesentlicher Teil der entsprechenden Kosten für Entwicklung, Marketing und Bereitstellung unse- rer Lösungen im Rahmen dieser neuen Modelle könnte vor der Umsatzrealisierung entstehen und sich kurzfristig auf unsere Gewinnspanne auswirken. Die Wirtschaftskrise hat zu einem Anstieg des Ausfallrisi- kos bei Forderungen und Finanzanlagen geführt und kann des Weiteren die Bewertung unserer Finanzanlagen negativ beeinflussen. Eine Fortsetzung oder gar Verschärfung der Wirtschaftskrise kann zu weiteren Verlusten führen. Wenn wir mit einem höheren Ausfallrisiko bei Forderungen und Finanzanlagen konfrontiert sind, könnte dies eine negative Auswirkung auf unsere Vermögens- und Ertrags- lage sowie unseren Cashflow haben. Die Finanzanlage- politik der SAP basiert auf einheitlichen Regeln, die in einer weltweit für alle Konzerngesellschaften geltenden Treasury- Richtlinie zusammengefasst sind. Gemäß dieser Richt- linie investieren wir nur in Finanzanlagen von Emittenten oder Fonds mit einem Mindestrating von „A–“. Das gewichtete durchschnittliche Rating unserer Finanzanlagen liegt zwischen „AA–“ und „A+“. Wir verfolgen eine vor- sichtige Anlagepolitik, die durch eine breite Streuung der Anlagen auf unterschiedliche Kontrahenten, Anlagen mit überwiegend kurzfristiger Laufzeit und die Nutzung von Standardanlageinstrumenten gekennzeichnet ist. Den- noch können wir nicht garantieren, dass diese Maßnah- men erfolgreich sind. Allerdings sehen wir aufgrund unse- rer Anlagepolitik aktuell keine signifikanten negativen Effekte aus der Finanzmarktkrise auf unsere Finanzanlagen. Wir haben Maßnahmen ergriffen und weltweit Projekte durchgeführt, um Zahlungsverzug und Forderungsausfälle zu überwachen und zu reduzieren. Unsere künftige Liquidität kann durch eine negative Entwicklung der weltweiten Konjunktur beeinflusst werden. Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement für die globale Liquiditätssteuerung sowie für das Zins- und Währungsmanagement. Wichtigstes Ziel ist es, eine Kon- zernmindestliquidität sicherzustellen, um unsere Zahlungs- fähigkeit stets zu gewährleisten. Zum 31. Dezember 2009 verfügten wir über eine Nettoliquidität in Höhe von 1,6 Mrd. €. Im September 2009 haben wir eine im Novem- ber 2009 fällige syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vor- zeitig ersetzt. Die neue syndizierte Kreditlinie wurde auf 1,5 Mrd. € erhöht und hat eine Laufzeit von drei Jahren (September 2012). Darüber hinaus verfügen wir über wei- tere bilaterale Kreditlinien, die wir im Bedarfsfall nutzen können. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass Unsi- cherheiten auf dem Kreditmarkt zu höheren Finanzierungs- kosten führen könnten und sich dies negativ auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow auswirken könnte. Die Schätzungen des Managements können unsere Ver- mögens- und Ertragslage beeinflussen. Nach den für uns einschlägigen Rechnungslegungsnormen erfordert unsere Bilanzierung in großem Umfang Annah- men, Schätzungen und Beurteilungen durch das Manage- ment. Die Sachverhalte, auf denen diese Schätzungen und Beurteilungen des Managements beruhen, sowie die Beurteilung dieser Sachverhalte können sich im Laufe der Zeit ändern, zu erheblichen Schätzungsänderungen führen und sich ungünstig auf unsere Vermögens- und Ertragslage auswirken. Wir wirken diesem Risiko durch eine Reihe von Maßnahmen wie zum Beispiel eine entspre- chende Schulung des Managements und durch die Anwen- dung des Vier-Augen-Prinzips bei der Schätzung entgegen. Aktuelle und zukünftige Verlautbarungen zur Umsatzreali- sierung und zu Bilanzierungsmethoden sowie andere Rechnungslegungsstandards können sich negativ auf unsere veröffentlichten Finanzinformationen auswirken. Wir überprüfen regelmäßig die Einhaltung aller für uns rele- vanten Rechnungslegungsvorschriften, inklusive neuer Verlautbarungen. Das Ergebnis unserer Prüfungen sowie die Verlautbarung neuer Rechnungslegungsvorschriften könnten dazu führen, dass wir unsere konzerninternen Richt- linien zur Umsatzrealisierung oder andere Bilanzierungs- methoden und unsere Geschäftspraktiken an neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards anpassen oder bereits veröffentlichte Rechnungslegungsinformationen korrigieren müssen. Eine wesentliche Auswirkung auf un- sere Vermögenslage, Ertragslage und unseren Cashflow kann daher nicht ausgeschlossen werden. Unsere signifikanten Rechnungslegungsgrundsätze sind unter Textziffer (3) im Anhang zum Konzernabschluss be- schrieben. Da wir weltweit Geschäfte tätigen, können unsere Vermögens- und Ertragslage sowie unser Cashflow durch Währungs- und Zinsschwankungen beeinflusst werden. Unsere Bilanz- und Konzernwährung ist der Euro. Ein beträcht- licher Teil der Geschäfte wird jedoch in anderen Währun- gen abgewickelt. Rund 64 % unseres Konzernumsatzes im Jahr 2009 entfielen auf Geschäfte in Staaten, die den Euro 137Konzernlagebericht
