Neben den Personalkosten umfassen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung insbesondere Aufwand für zugekaufte Entwicklungsleistungen. Die hohe Bedeutung von Forschung und Entwicklung spiegelt sich auch in der Personalstruktur wider. Ende 2009 arbeiteten auf Basis von Vollzeitbeschäftigten 14.813 SAP-Mitarbeiter in der Ent- wicklung (2008: 15.547). Dies entspricht einem prozentua- len Anteil von 31 % (Vorjahr 30 %) an der Gesamtzahl der Mitarbeiter im Konzern. Entwicklungsergebnisse und Produktneuheiten Bei der Weiterentwicklung unseres Lösungsportfolios im Jahr 2009 lag der Schwerpunkt vor allem auf einer enge- ren Verzahnung der einzelnen Produktlinien, die es unseren Kunden ermöglichen soll, Strategie und Tagesgeschäft lückenlos aufeinander abzustimmen. In Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern entstanden neue Lösungen und Erweiterungen in allen Kernbereichen unseres Produkt- portfolios: Unternehmensanwendungen und Branchen- lösungen innerhalb der SAP Business Suite, Lösungen für den Mittelstand, Anwendungen für Business User, Techno- logieplattform SAP NetWeaver sowie Service- und Supportangebote. Größerer leistungsumfang bei Unternehmens- anwendungen und Branchenlösungen Die Anforderungen des Marktes und der Kunden wandeln sich immer schneller. Um dieser Entwicklung zu begegnen, haben wir die Anwendungen der SAP Business Suite und die Branchenlösungen weiter verbessert. • SAP ERP: Im Mai 2009 lieferten wir das vierte Erwei- terungspaket für unsere betriebswirtschaftliche Standard- software SAP ERP aus. Das Paket umfasst unter anderem verbesserte Funktionen für die parallele Rech- nungslegung, das Treasury- und Risikomanagement sowie den elektronischen Zahlungsverkehr. Darüber hi- naus wurden die Funktionen für die Personalwirtschaft optimiert, um Prozesse für die Personalbeschaffung, die Fort- und Weiterbildung sowie das Performance Manage- ment zu unterstützen. Neue Such-, Berichts- und Self- Service-Funktionen erhöhen die Bedienerfreundlichkeit für Gelegenheitsnutzer und Business User. Die SAP bietet ihren Kunden auch künftig durch Erweiterungspakete die Möglichkeit, neue Funktionen schrittweise und nach Bedarf ins System einzuspielen. Der Kunde kann somit aufwendige Upgradeprojekte vermeiden und die Kosten für die Verwaltung und Erweiterung der prozessunter- stützenden Funktionen senken. • SAP Customer Relationship Management (SAP CRM): Das neue SAP CRM 7.0, das im Mai 2009 auf den Markt gebracht wurde, stößt auf zunehmende Nachfrage bei unseren Kunden und wird insbesondere von den Endbenutzern gut angenommen. Die Anwendung ist geprägt durch Benutzerfreundlichkeit, ein hohes Maß an Flexibilität für die schnelle Reaktion auf geänderte Markt- bedingungen sowie integrierte und durchgängige Prozes- se für Vertrieb, Marketing und Service (beispielsweise die neuen Funktionen für das Kundenbindungsmanage- ment). Mit innovativen Entwicklungen und strategischen Partnerschaften zielen wir darauf ab, unsere technologi- sche Vorreiterrolle weiter auszubauen und auch unseren Kunden dabei zu helfen, ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Beispiele hierfür sind die Kooperation mit Sybase bei mobilen Anwendungen sowie die Themen Social CRM und kommunikationsgestützte Geschäftsprozesse. • SAP Supplier Relationship Management (SAP SRM): Seit Februar 2009 ist unsere Anwendung SAP SRM 7.0 im Rahmen der SAP Business Suite allgemein verfügbar. Das neue SAP SRM bietet optimierte Funktionen für die zentrale Beschaffung, Vertragsverwaltung, den Ein- kauf von Dienstleistungen, das Katalogmanagement sowie die Zusammenarbeit mit Lieferanten und zeichnet sich durch mehr Bedienerfreundlichkeit und einen leichte- ren Informationszugriff aus. Zudem unterstützt SAP SRM Unternehmen bei der Einhaltung gesetzlicher und interner Richtlinien. SAP-Kunden erhalten so umfassende Unterstützung im wichtigen Bereich der Beschaffungs- prozesse. Die SAP plant darüber hinaus, noch im Jahr 2010 neue Versionen von SAP E-Sourcing und SAP Contract Lifecycle Management bereitzustellen, mit denen Kunden Einsparpotenziale im Einkauf erschließen sowie ihre Ausgaben kontrollieren und nachhaltig senken können. Auch die On-Demand-Unterstützung soll weiter verbessert werden. • SAP Supply Chain Management (SAP SCM): Mit den Funktionen der neuen Version von SAP SCM, die seit Mai 2009 allgemein verfügbar ist, lassen sich die Genau- igkeit und Transparenz von Planungsprozessen auf der Grundlage von Point-of-Sale-Daten (POS-Daten) optimie- ren. SAP SCM umfasst jetzt neue Prognosemethoden und unterstützt die attribut- oder merkmalbasierte Pla- nung. Erweiterte Funktionen für die Zusammenarbeit mit Vertragsherstellern ermöglichen eine bessere Koordi- nation des Liefernetzwerks. Hinzu kommen zahlreiche Neuerungen in den Bereichen Lagerverwaltung und Transportmanagement, darunter die grafische Konfigura- tion von Lagerlayouts, bessere Visualisierungsfunktionen sowie die engere Einbindung von Exportkontrollen. 087Konzernlagebericht
