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Report Investor: SAP AG - Geschäftsbericht 2010

sowie der einsatz von sicherheitsdiensten in allen kritischen Bereichen. Der Zugang zu Informationen und Informationssys- temen wird durch umfassende berechtigungskonzepte kon- trolliert. Management und Mitarbeiter werden durch Schulungs- maßnahmen regelmäßig sensibilisiert und geschult. Diese Maßnahmen passen wir laufend den aktuellen bedürfnissen an. Unser Versicherungsschutz könnte nicht ausreichen, um aus Schadenszahlungen resultierende negative Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage oder unseren Cashflow zu vermeiden. Durch ein angemessenes Versicherungsprogramm sichern wir uns gegen verschiedene Risiken ab. Zielsetzung ist es, die finanziellen Auswirkungen von Schadensfällen auszuschließen oder zu mindern, soweit dies zu vertretbaren Kosten umsetz- bar ist. Trotz dieser Maßnahmen sind bestimmte Risikokatego- rien derzeit nicht zu vertretbaren Konditionen versicherbar. Selbst bei vorhandenem Versicherungsschutz besteht die Möglichkeit, dass bestimmte Schadensfälle davon ausgenom- men sind und unsere schäden nicht oder nur teilweise aus- geglichen werden. Darüber hinaus können wir nicht garantieren, dass die Versicherungsunternehmen im schadensfall ihren Verpflichtungen nachkommen können. Sollte dieses Risiko ein- treten, könnten sich dadurch erhebliche negative Auswirkun- gen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere finanz- und ertrags- lage oder unseren Cashflow ergeben. In Anbetracht des Umfangs der Versicherungsverträge und der Auswahl der Versicherungsunternehmen sowie unserer stän- digen Analyse und Anpassung des Versicherungsprogramms schätzen wir das risiko einer negativen Auswirkung auf die Vermögens-, finanz- und ertragslage als gering ein. Wir könnten im Zusammenhang mit unseren Venture­ Capital­Investitionen Verluste erleiden. Wir planen, uns auch in der Zukunft an Technologieunterneh- men zu beteiligen. Gegenwärtig arbeiten viele dieser Unter- nehmen noch mit Verlusten und benötigen Kapitalzuführungen durch ihre investoren. änderungen des geplanten Geschäfts- verlaufs dieser Beteiligungsunternehmen haben sich in der Ver- gangenheit zum Teil negativ auf ihre Ergebnisentwicklung und damit auf den Wert unserer investitionen ausgewirkt und dies könnte auch künftig der Fall sein. Darüber hinaus sind Verluste aus Unternehmensbeteiligungen steuerlich oft nur eingeschränkt nutzbar, woraus sich negative Auswirkungen auf unsere effektive Steuerquote ergeben können. Das beschriebene Risiko ist jedoch aufgrund des beschränkten Umfangs unserer Venture-capital-Aktivitäten gering und eine signifikante Auswirkung auf die geplante Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder unseren Cashflow damit unwahrschein- lich. Wir wirken diesem Risiko durch eine Diversifikation unseres Portfolios und ein aktives investitionsmanagement entgegen. Gesamtrisikoprofil 2010 lagen unsere hauptrisiken gemäß der prozentualen Vertei- lung des Gesamtrisikoprofils in der Risikokategorie Produkt- risiken, gefolgt von finanzrisiken, Projektrisiken und sonstigen Betriebsrisiken. Zusammen stellen die zuvor erwähnten Risi- kokategorien 69 % des relativen Anteils am Gesamtrisikoprofil dar. Alle anderen risikokategorien sind im Vergleich derzeit für die sAP von untergeordneter bedeutung. Keines der im Rahmen unseres Risikomanagement-Systems identifizierten quantifizierbaren Einzelrisiken erreichte im Berichtszeitraum den bei SAP festgelegten Schwellenwert für das Vorliegen eines bestandsgefährdenden Risikos. Die pro- zentualen Anteile der Risiken mit der Skalierung „hohes Risiko“ und „mittleres Risiko“ sind 2010 gestiegen, da einige der als „gering“ bewerteten Risiken konsolidiert und aggregiert wurden. Dies hatte jedoch keine Auswirkung auf das Gesamtrisiko- profil. Die Risiken des Bereichs „hohes Risiko“ lagen zum Jah- resende auf einem Niveau von 9 % (2009: 3 %), die Risiken im Bereich „mittleres Risiko“ stiegen im Berichtsjahr auf 34 % (2009: 13 %). Als Folge der oben genannten Konsolidierung hat sich der Anteil der Risiken der Skalierung „geringes Risiko“ im Laufe des Jahres auf einen Wert von 58 % (2009: 84 %) verringert. Das Gesamtrisikoprofil hat sich im Jahresvergleich nicht wesentlich verändert. Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend identifizierten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Aus unserer Sicht überwiegen die im vorliegenden Lagebericht beschriebenen Geschäftschancen der SAP deutlich. Angesichts unseres Risikoprofils sind wir zuversichtlich, den Herausfor- derungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, aufgrund unserer führenden stellung im Markt, unserer technologi- schen Innovationskraft, unserer engagierten Mitarbeiter sowie unserer strukturierten Prozesse zur risikofrüherkennung auch im Jahr 2011 erfolgreich begegnen zu können. 157Risikobericht