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Report Investor: SAP AG - Geschäftsbericht 2010

Zinsrisikoposition Die Sensitivitätsanalyse zur Darstellung unserer Zinsrisikoposi- tion am Bilanzstichtag basiert auf den folgenden Annahmen: – Änderungen der Zinssätze beeinflussen originäre festver- zinsliche Finanzinstrumente nur dann, wenn sie zum beizule- genden Zeitwert bilanziert werden. Unsere originären finan- ziellen Verbindlichkeiten sind keinem Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwertes ausgesetzt, weil wir sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzieren. Da wir am 31. Dezember 2010 keine originären festverzinslichen, als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermö- genswerte im Bestand hatten, ist eine eigenkapitalbezogene Sensitivitätsberechnung nicht erforderlich. Da wir 2010 keine festverzinslichen finanziellen Vermögens- werte gehalten haben, ist das Risiko am Stichtag repräsen- tativ für das Gesamtjahresrisiko. – erträge oder Aufwendungen aus originären finanzinstrumen- ten mit variabler Verzinsung unterliegen dem Zinsrisiko, wenn sie keine Grundgeschäfte einer effektiven Sicherungs- beziehung darstellen. Da wir für die variabel verzinslichen Teile des SSD Payer-Zinsswaps abgeschlossen haben, sind wir keinem signifikanten Zinsrisiko aus unserem SSD aus- gesetzt und berücksichtigen allein Zinsänderungen für unsere variabel verzinslichen Anlagen und das Akquisitionsdarlehen in der Sensitivitätsanalyse, die sich auf das Ergebnis bezieht. Hinsichtlich der investierten Volumina sind die Daten zum Jahresende nicht für das Gesamtjahr repräsentativ. Unser Cashflow-Zinsrisiko aus Anlagen im Jahr 2010 bezog sich auf Anlagen in Höhe von durchschnittlich 776 Mio. €, die von einem Höchstwert von 1,1 Mrd. € bis zu einem Tiefstwert von 371 Mio. € reichten. Unsere Cashflow-Zinsrisikoposition am Jahresende beträgt 874 Mio. €. Hinsichtlich der finanzierten Volumina sind die Daten zum Jahresende nicht für das Gesamtjahr repräsentativ, da 2010 ein erheblicher Teil der Schulden aus dem Akquisitionsdar- lehen refinanziert wurde, das im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sybase aufgenommen worden war. Unser Cashflow-Zinsrisiko aus der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2010 bezog sich auf verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von durchschnittlich 711 Mio. €, die von einem Höchst- wert von 2,74 Mrd. € bis zu einem Tiefstwert von 7 Mio. € reichten. Unsere Cashflow-Zinsrisikoposition am Jahresende beträgt 1,1 Mrd. €. – Infolge der Designation von Payer-Zinsswaps als Teil eines Cashflow-Hedges wirken sich die entsprechenden Zins- satzänderungen auf die jeweiligen im eigenkapital erfassten Beträge aus Cashflow-Hedges zur Absicherung von Zins- risiken aus. Die Veränderungen aus der variablen Seite der Zinsderivate werden dabei nicht in die Berechnung der Zinssensitivitäten einbezogen, da diese die variablen Zins- zahlungen für das SSD ausgleichen. Deshalb berücksich- tigen wir für die in einer Sicherungsbeziehung eingebundenen Zinsswaps nur die Zinssensitivität aus der Diskontierung der Festzins-Cashflows aus dem Zinsswap in der eigenkapi- talbezogenen Sensitivitätsberechnung. Hinsichtlich der Darlehens- und damit gesicherten Beträge sind die Daten zum Jahresende für das Gesamtjahr repräsen- tativ. Während die Sensitivitätsanalyse im Jahr 2008 auf einer Paral- lelverschiebung der Zinsstrukturkurven um +100/100 Basis- punkte beruhte, wurde aufgrund des gegenwärtigen niedrigen Zinsniveaus für die Sensitivitätsanalysen 2010 und 2009 die Verschiebung der Zinsstrukturkurven zur Vermeidung negativer Zinsen von –100 Basispunkten auf –20 Basispunkte reduziert. Wenn die Zinssätze zum 31. Dezember 2010 und 2009 um 100 Basispunkte höher (20 Basispunkte niedriger) (2008: 100 basispunkte höher (niedriger)) gewesen wären, hätte dies keine wesentlichen Auswirkungen gehabt auf: – die in den anderen im eigenkapital erfassten Wertänderun- gen enthaltenen Gewinne/Verluste aus der Position zur Ver- äußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – das Finanzergebnis für unsere variabel verzinslichen Anlagen und finanziellen Verbindlichkeiten – den in den anderen im eigenkapital erfassten Wertänderun- gen enthaltenen effektiven Bestandteil von Cashflow-Hedges zur Absicherung von Zinsrisiken. 237Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010