
FOrSchung unD enTWicKLung Um die Kraft der Vielfalt für sich zu nutzen und gleichzeitig regionale und globale Märkte optimal zu bedienen, entwickelt die sAP ihre software in strategisch wichtigen Ländern welt- weit. Hierzu gehören Brasilien, China, Deutschland, Indien, die USA und weitere wichtige Regionen. Zusammen mit Part- nern, Kunden und Universitäten arbeiten die internationalen forschungs- und entwicklungszentren der sAP an der erschließung richtungsweisender it-trends und technologien. Diese Kooperation trägt wesentlich zu unserer technologi- schen Vorreiterrolle bei. globale Präsenz in Forschung und entwicklung Die Entwicklungszentren der SAP, die SAPLabs, sind weltweit verteilt. Das größte dieser SAP Labs befindet sich am Fir- menhauptsitz in Walldorf, gefolgt von den Labs in Bangalore, im kalifornischen Palo Alto, in Schanghai und in Vancouver. Die Entwicklungsstandards und Leistungskennzahlen in allen Labs entsprechen einem gemeinsamen, nach ISO 9001: 2000 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem. Die Forschungszen- tren von sAP research sind jeweils einer Partneruniversität oder einem sAP-entwicklungszentrum angegliedert, was eine effektive Zusammenarbeit und gemeinsame Forschungspro- jekte ermöglicht. Mit der Übernahme von Sybase im August 2010 kamen hoch qualifizierte Spezialisten hinzu, die neues Wissen und unterschiedliche kulturelle sichtweisen in die sAP-entwick- lungsarbeit einbringen. Durch die weltweite Verteilung der SAP-Forschung und Ent- wicklung können wir schnell auf neue Kunden- und Marktanfor- derungen reagieren. Unsere globale Präsenz ermöglicht es uns außerdem, Produkte und services zusammen mit Kunden und Partnern auf der ganzen Welt zu entwickeln. 2010 haben wir neue Entwicklungsmethoden eingeführt und unsere Organi- sationsstruktur in der entwicklung angepasst, um uns noch stärker auf die bedürfnisse der Kunden auszurichten und kun- denorientierte Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. ressourceneinsatz in Forschung und entwicklung Unsere derzeit führende Stellung im Markt für betriebswirt- schaftliche Unternehmenssoftware können wir nur halten, wenn wir unser Produktportfolio permanent weiterentwickeln. Unsere Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2010 1.729 Mio. € und sind damit gegenüber dem Vorjahr (1.591 Mio. €) um 138 Mio. € gestiegen – dies entspricht 9 %. Die F&E-Quote, also der Anteil der forschungs- und entwicklungskosten am Gesamtumsatz, betrug im Geschäftsjahr 2010 13,9 % (2009: 14,9 %). Die Forschungsintensität, das ist der Anteil der For- schungs- und entwicklungskosten an den operativen Aufwen- dungen, hat sich gegenüber dem Vorjahr von 19,7 % auf 17,5 % vermindert – ohne die Aufwendungen im Zusammen- hang mit dem tomorrowNow-rechtsstreit würde sich die Forschungsintensität auf Vorjahresniveau befinden. Die hohe Bedeutung von Forschung und Entwicklung spiegelt sich auch in der Personalstruktur wider. Ende 2010 arbeite- ten auf Basis von Vollzeitbeschäftigten 15.884 SAP-Mitarbeiter in diesem Bereich (2009: 14.814). Dies entspricht einem pro- zentualen Anteil von 30 % (2009: 31 %) an der Gesamtzahl der Mitarbeiter im Konzern. Neben den Personalaufwendungen umfassen die gesamten F&E-Aufwendungen primär auch Kosten für externe Dienstleister sowie Partnerunternehmen, mit denen die SAP bei der Neu- und Weiterentwicklung von Pro- dukten kooperiert. Ferner werden diese Produkte mit externer Unterstützung getestet und zertifiziert. Darüber hinaus fallen Anwaltskosten für die Anmeldung und den schutz von Paten- ten sowie für Strategieberatung an. Das Verhältnis der Aufwen- dungen für externe Dienstleister zu den Personalaufwendungen im F&E-Bereich ist in den letzten Jahren allerdings tendenziell rückläufig gewesen. Forschungs und Entwicklungskosten Mio. € | Veränderung zum Vorjahr 1.344 +23 % 1.461 +9 % 1.627 +11 % 1.591 –2 % 1.729 +9 % 2006 2007 2008 2009 2010 87Forschung und Entwicklung