– 12 – Vorwort des Vorstandes Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre unserer Gesellschaft, das Geschäftsjahr 2009 hatte für die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG Licht-, aber auch Schattenseiten. Positiv hervorzuheben ist, dass es uns trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelungen ist, unsere Expansion in wachstumsstarke Schwellenländer konsequent fortzusetzen. So haben wir einen signifikanten Baufortschritt bei unserem neuen Werk in Bhutan erreichen können, mit dem wir im Jahr 2010 an den Start gehen werden. Wichtig war aber auch die Übernahme der Mehrheit an der brasilianischen Tecnosulfur im Dezember 2009. Hierdurch sind wir die Nummer 1 in der Roheisenentschwefelung in Brasilien geworden - einem Land, dem Experten eine dynamische konjunkturelle Entwicklung vorhersagen. Des Weiteren hat uns diese Transaktion ermöglicht, unsere Markt- und Technologieführerschaft in der methodenübergreifenden Roheisenentschwefelung über die Grenzen Europas, Nordamerikas und Indiens hinaus nach Südame- rika auszudehnen. Wir sind sehr froh, dass die dynamische Tecnosulfur seit dem 23. Dezember 2009 unseren SKW Metallurgie Konzern noch stärker macht. Zur Finanzierung dieses und anderer Wachstumsprojekte haben wir unseren Aktionärinnen und Aktio- nären im November 2009 neue Aktien zu einem Preis von EUR 11,50 pro Aktie angeboten. Die hohe Nachfrage nach diesen neuen Aktien hat uns das deutliche Vertrauen gezeigt, das Sie, liebe Aktionä- rinnen und Aktionäre, dem SKW Metallurgie Konzern entgegenbringen. Insgesamt wurden im Dezember 2009 2.122.680 neue Aktien der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG ausgegeben, die sich auf folgende zwei Komponenten verteilen: Ca. 1,6 Mio. Aktien entfielen auf Aktionäre, die ihre Bezugsberechtigung im Verhältnis 25:12 zum Aus- gabepreis von EUR 11,50 pro Aktie realisiert haben. Das bedeutet, dass fast 75% des Aktienkapitals an der Kapitalerhöhung im Verhältnis 25:12 teilgenommen haben. Diese Teilnahmequote geht nicht auf einen Groß- oder Ankeraktionär zurück, sondern beinhaltet Zeichnungswünsche einer Vielzahl privater und institutioneller Investoren im In- und Ausland. Die verbleibenden ca. 0,5 Mio. Aktien wurden den Bestandsaktionären als so genannter „Überbezug“ (über die Quote von 25:12 hinaus), ebenfalls zum Preis von EUR 11,50 pro Aktie, angeboten. Die SKW Metallurgie Aktionäre meldeten Überbezugswünsche für mehr als 2,0 Mio. Aktien an, wodurch der Überbezug fast vierfach überzeichnet war. Der im Zuge der Kapitalerhöhung und der Tecnosulfur-Übernahme deutlich anziehende Aktienkurs unter- streicht, dass der Kapitalmarkt unsere Expansionsstrategie honoriert. Der Unternehmenswert der SKW Metallurgie hat dadurch erneut die Schwelle von EUR 100 Mio. überschritten. Gut behauptet in schwierigen Zeiten Trotz dieser Erfolgsmeldungen war 2009 eines der herausfordernsten Jahre der Unternehmensgeschich- te. Die stärkste globale Rezession der vergangenen 60 Jahre hat auch bei uns tiefe Spuren hinterlassen und verhindert, dass wir an die Rekordwerte des Vorjahres anknüpfen konnten. Dennoch sind wir ange- sichts der Dramatik und der von niemandem so vorhergesehenen Einbrüche an den Kapitalmärkten und im Welthandel noch einmal mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Schließlich verzeichnete unsere wichtigste Kundenindustrie, die Stahlbranche, im vergangenen Jahr einen Rückgang der Produktions- menge von 48% respektive 43% in den für uns bisher entscheidenden Absatzregionen Nordamerika und Europa. Daher ist es nicht verwunderlich, dass unser Konzernumsatz im Berichtsjahr mit EUR 220,6 Mio. ebenfalls um mehr als 40% unter dem Vorjahresniveau lag. Dank einer sehr flexiblen Kostenstruktur mit einem hohen Anteil an variablen Kosten sowie der frühzeitigen Einleitung von Kostensenkungsmaß- nahmen ist es uns gelungen, beim EBITDA annähernd die Nulllinie zu erreichen. Wir hätten das Jahr ■ ■
