– 13 – Vorwort des Vorstandes sogar deutlich positiv abgeschlossen, wenn wir nicht durch Rohstoffvorräte aus der Zeit vor der Wirtschafts- und Finanzkrise belastet gewesen wären. Dieser so genannte „Bad Stock-Effekt“ betrug EUR 7,3 Mio. beim EBITDA. Auf Grund dieses Verlaufs des Geschäftsjahres 2009 sowie im Hinblick auf die anstehenden Investiti- onsvorhaben haben wir beschlossen, Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, anlässlich der Hauptversammlung im Juni 2010 vorzuschlagen, für das Geschäfts- jahr 2009 keine Dividende auszuschütten. Bilanziell hervorragend aufgestellt Bilanziell ist unser Unternehmen besser aufgestellt als je zuvor. Hierzu hat nicht nur der Erlös aus der Kapitelerhöhung beigetragen, der zum Teil durch den Erwerb von Tecnosulfur bereits optimal reinvestiert ist, sondern auch unser konsequentes Working-Capital-Management. So wurde der Mittelzufluss aus operativer Tätig- keit in 2009 sehr deutlich von EUR 5,0 Mio. auf EUR 18,5 Mio. verbessert. Der hohe Cashflow wurde wie geplant für den weiteren Abbau unserer Verschuldung genutzt. Die Nettofinanzverschuldung wurde um mehr als ein Viertel auf EUR 32,8 Mio. zurückgeführt. Hieraus ergibt sich ein für ein produzierendes Unternehmen sehr niedriger Verschuldungsgrad von 0,30. Die Eigenkapitalquote (einschl. Min- derheitsanteil) wurde deutlich von 42,6% auf 47,1% erhöht. Großes Potenzial für 2010 und darüber hinaus Dem neuen Geschäftsjahr sehen wir mit großer Zuversicht entgegen. Unser Op- timismus basiert vor allem auf einem sich verbessernden konjunkturellen Umfeld, insbesondere in der Stahlindustrie. So soll der für unseren Geschäftsverlauf wich- tigste Indikator, das Volumen der Stahlproduktion, in der Eurozone um mehr als 12% und in Nordamerika sogar um 17% zulegen. Zudem wird Tecnosulfur einen signifikanten Umsatz- und Ergebnisbeitrag leisten. Im Gegensatz zum Jahr 2009 sind für 2010 und die Folgejahre auch keine außerordentlichen Belastungen aus bad stocks absehbar. Insgesamt rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr 2010 mit einem EBITDA von mindestens EUR 20 Mio. bei einem gegenüber 2009 deut- lich erhöhten Umsatz. Für das Geschäftsjahr 2011 streben wir dann – wie bereits seit Längerem kommu- niziert - auf Grundlage einer sich weiter belebenden Weltkonjunktur ein operatives EBITDA von ca. EUR 32 Mio. an. Der SKW Metallurgie Konzern hat die globale Krise genutzt, um sich strategisch noch besser für ein nachhaltig profitables Wachstum aufzustellen. Finanziell stehen wir hervorragend da und sehen die Chance, in diesem und in den kommen- den Jahren dynamisch zu expandieren. Ohne den Einsatz und die hohe Flexibilität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gerade in den nun hoffentlich hinter uns liegenden schwierigen Zeiten, hätten wir dies nicht geschafft. Hierfür möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Für das entgegengebrachte Vertrauen gilt unser Dank natürlich auch unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftsbanken und sonstigen Ge- schäftspartnern sowie insbesondere unseren Aktionärinnen und Aktionären. Mit freundlichen Grüßen Unterneukirchen (Deutschland), im März 2010 Ines Kolmsee Gerhard Ertl Ines Kolmsee Vorstandsvorsitzende Gerhard Ertl Finanzvorstand
