Report-Investor: SKW Stahl-Metallurgie Holding AG - Geschäftsbericht 2009

Zusammengefasster Lagebericht – 49 – Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen im Berichtsjahr mit EUR 3,3 Mio. unter Vorjahresniveau (EUR 4,2 Mio.), was im Wesentlichen auf gesunkene Kurserträge aus Fremdwährungsumrechnung zurückgeht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von EUR 45,0 Mio. deutlich auf EUR 27,9 Mio. gesunken. In dieser Position sind die Zuführungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. für die Erhöhung von bereits im Vorjahr gebildeten Rückstellungen von nunmehr insgesamt EUR 6,7 Mio. wegen eines möglichen kartellrechtlichen Bußgeldes enthalten. Im Übrigen geht der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum überwiegenden Teil auf diejenigen Aufwendungen zurück, die positiv mit dem Umsatz korrelieren. Das sind in allen Segmenten vor allem umsatzabhängige Vertriebskosten (wie Kommissionen und Ausgangsfrachten). Auch die Aus- gaben für Marketing und Repräsentation wurden um EUR 1,0 Mio. vermindert. Im Segment „Sonstige“ sind ein Großteil der Produktionskosten sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Quab Produktionsstätte in Mobile im US-Bundesstaat Alabama liegt räumlich neben Produktionsstätten des Evonik Konzerns. Um Synergien optimal zu nutzen, wird über ein Chemiepark-Konzept ein Groß- teil der Werksinfrastruktur gemeinsam genutzt. Die Aufwendungen für den SKW Metallurgie Anteil an dieser gemeinsamen Werksinfrastruktur stellen beim SKW Metallurgie Konzern sonstigen betrieblichen Aufwand dar. Auch diese Kosten sind teilweise umsatzabhängig. Die Erträge aus dem indischen Joint Venture Jamipol liegen bis auf Rundungsdifferenzen unverändert bei EUR 0,8 Mio.. Wirtschafts- und Finanzkrise gemeistert dank variabler Kostenstruktur Das ausgewiesene Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR -0,5 Mio. liegt sehr deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 26,0 Mio.. Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ist jedoch im ausgewiesenen EBITDA eine Zuführung zu einer Rückstellung für ein mögliches Bußgeld in einem Kartellverfahren als außerordentlicher Effekt enthalten (2009: EUR 0,4 Mio.; 2008: EUR 6,2 Mio., jeweils Segment „Pulver und Granulate“). Zusätzlich wurde der SKW Metallurgie Konzern im Berichtsjahr durch einen „bad stock“-Effekt in Höhe von EUR 7,3 Mio. (davon EUR 4,3 Mio. in den ersten drei Quartalen) sowie durch Marktpreisabwertungen in Höhe von EUR 2,2 Mio. belastet. Hintergrund war der plötzliche Einbruch der Wirtschafts- und Finanz- krise Ende 2008. Der Umfang der Lagerbestände zu diesem Zeitpunkt entsprachen dem Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise; erst im Verlaufe des Jahres 2009 konnte ein Großteil dieser Bestände ab- verkauft werden, wobei lediglich die niedrigeren Marktpreise des Jahres 2009 erzielt werden konnten. Der SKW Metallurgie Konzern definiert das bereinigte EBITDA, wie es auch Grundlage der Kapitalmarkt- Guidance für das Geschäftsjahr 2009 war, als das ausgewiesene EBITDA bereinigt um die genannten außerordentlichen Einflüsse. Bereinigtes EBITDA deutlich positiv Das bereinigte EBITDA beträgt im Berichtsjahr EUR 9,4 Mio.23 (Vorjahr: EUR 32,3 Mio.). Damit hat der SKW Metallurgie Konzern trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise und des damit verbundenen signifi- kanten Umsatzeinbruches weiterhin ein deutlich positives bereinigtes EBITDA erzielt. Diese vor dem Hintergrund der dramatischen Einbrüche der Stahlproduktion außergewöhnliche Leistung geht insbe- sondere auf die hohe Variabilität der Kosten (über EBITDA) zurück. Neben den Materialkosten sind auch ein Großteil der Personalkosten sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen variabel. Durch die 23 Das bereinigte EBITDA errechnet sich aus dem ausgewiesenen EBITDA in Höhe von EUR -0,5 Mio., adjustiert um die Erhöhung der Rückstellung für ein mög- liches kartellrechtliches Bußgeld in Höhe von EUR 0,4 Mio., den „bad stock“-Effekt in Höhe von EUR 7,3 Mio. sowie außerordentliche Bestandsumwertungen in Höhe von EUR 2,2 Mio..

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download