Report-Investor: SKW Stahl-Metallurgie Holding AG - Geschäftsbericht 2009

Zusammengefasster Lagebericht – 79 – Das gesunkene Preisniveau für Rohstoffe sowohl auf der Ein- als auch auf der Verkaufsseite führte zu einem Abwertungsbedarf bei den Vorräten einiger Konzerngesellschaften und unterjährig zum Verkauf mit unterdurchschnittlichen Margen. Der Konzern hat derzeit keine Anzeichen, dass sich der Wert seiner Vorräte weiter vermindern könnte. Seit dem zweiten Halbjahr 2009 ist die Nachfrage nach den Produkten des SKW Metallurgie Konzerns wieder deutlich angestiegen. Diese positive Entwicklung hat sich auch über den Bilanzstichtag in das Jahr 2010 fortgesetzt. Zusammenfassend sieht der Vorstand die Wirtschafts- und Finanzkrise als nicht existenzgefährdend für den SKW Metallurgie Konzern an. Der Vorstand wird die weitere Entwicklung sehr genau beobachten und analysieren und ggf. kurzfristig darauf reagieren. Einzeldarstellung der Risiken der Konzernobergesellschaft SKW Stahl-Metallurgie Holding AG Finanzholding-Gesellschaften wie die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG unterliegen dem theoretischen Risiko, dass ihre Finanzanlagen abgewertet werden müssen. Weiterhin besteht das theoretische Risiko, dass keine für die Fortführung der Gesellschaftsaktivitäten ausreichende Finanzierung zur Verfügung steht. Die vorgenannten Risiken sind jedoch theoretischer Natur und derzeit nicht als für die Gesellschaft rele- vant identifiziert. Das Risikomanagement-System des SKW Metallurgie Konzerns, in das auch die Ein- zelgesellschaft SKW Stahl-Metallurgie Holding AG eingebunden ist, sowie die Auswertung unternehmen- sexterner Quellen (z. B. Prognosen von Wirtschaftforschungsinstituten) hat für die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG vielmehr die nachfolgend aufgeführten geschäftspolitischen Risiken identifiziert. Die in der folgenden Aufstellung gewählte Anordnung der Risiken enthält keine Aussage zu deren Gewichtung be- ziehungsweise der Bedeutung der einzelnen Risiken sowie zu deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Die auf- geführten Risiken enthalten alle aus heutiger Sicht erkennbaren wesentlichen Risiken. Weitere Risiken und Unsicherheiten, die der Gesellschaft gegenwärtig nicht bekannt sind oder die die Gesellschaft aus heutiger Sicht für unwesentlich erachtet, können ebenfalls den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft erheb- lich beeinträchtigen und nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftssaussichten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG haben. ÖkonomiSche riSiken Die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG ist abhängig vom ökonomischen Erfolg ihrer Tochter- und En- kelgesellschaften, da die Gesellschaft selbst keine signifikante Erträge außerhalb des SKW Metallurgie Konzerns erwirtschaftet. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko, indem sie ihre Tochter- und Enkelge- sellschaften steuert und überwacht. Zusätzlich legt die Gesellschaft Wert darauf, bei ihren Beteiligungs- gesellschaften Allein- oder Mehrheitseigner zu sein (historische Ausnahme: Jamipol in Indien). integrAtionSriSiken Die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG hat im Berichtsjahr die brasilianische Gesellschaft Tecnosulfur erworben. Frühere Akquisitionen betrafen entweder kleinere Unternehmen oder frühere Schwesterge- sellschaften (ESM Gruppe). Insofern besteht das Risiko einer verzögerten Integration der Neuerwerbung. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch ein spezielles Integrationsprogramm, das z. B. einen neuen Marketingplan sowie Mitarbeiterschulungen umfasst. riSiken im zuSAmmenhAng mit behÖrdlichen unterSuchungen Die Europäische Kommission ermittelt seit Anfang 2007 wegen des Verdachts des Verstoßes gegen kartellrechtliche Vorschriften im Bereich Kalziumkarbid und Magnesium und hat in diesem Zusammen- hang im Juli 2009 gegen die SKW Stahl-Metallurgie Holding AG sowie die SKW Stahl-Metallurgie GmbH Bußgeldbescheide erlassen, die jeweils eine gesamtschuldnerische Haftung mit konzernexternen Unter- nehmen (ehemaligen Muttergesellschaften der SKW Stahl-Metallurgie GmbH) insgesamt in Höhe von maximal EUR 13,3 Mio. vorsehen. In Abstimmung mit der EU-Kommission hat die Gesellschaft SKW

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