internationale expansion fortgesetzt Deutschland war 2009 der wichtigste Markt für unsere Produkte und die damit verbundenen Serviceleis- tungen. Wie die steigende Exportquote von ca. 40 % belegt, ist SMA aber in allen wichtigen Photovoltaik- märkten weltweit aktiv. Wir verfolgen die Strategie, in aufstrebenden Märkten als Erster mit einer eigenen Präsenz vor Ort zu sein. Wir können so die Marke SMA in den jungen Märkten frühzeitig etablieren und unsere Produkte optimal an die spezifischen Marktbedingungen anpassen. Damit profitiert SMA von An- fang an von dem Marktwachstum vor Ort – unsere internationale Expansionsstrategie erwies sich auch im Rekordjahr 2009 klar als Erfolgsfaktor. Um alle Chancen des größten osteuropäischen Solar-Markts, der Tschechischen Republik, zu nutzen, wurde im Jahr 2009 die Vertriebs- und Servicegesellschaft in Prag etabliert; von hier aus bedienen wir auch den slowakischen Markt. Der belgische Solar-Markt zeigte ebenfalls eine ausgezeichnete Ent- wicklung und bietet wie die Tschechische Republik mittel- bis langfristig ein gutes Wachstumspotenzial; dem haben wir mit der Errichtung der Gesellschaft in Mechelen bei Brüssel Rechnung getragen. Weitere Gesellschaften wurden in Portugal (Palmela nahe Lissabon) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Masdar City / Abu Dhabi) gegründet. Das größte Potenzial sehen wir in Nordamerika. Wir gehen davon aus, dass die USA mittelfristig der bedeu- tendste Photovoltaikmarkt werden. Deswegen haben wir 2009 beschlossen, dort die erste Produktionsstätte außerhalb Deutschlands zu errichten. Als Standort haben wir Denver, Colorado gewählt. Der Standort erlaubt uns wie kein anderer die Implementierung unseres besonderen Flexibilitätskonzepts, bietet eine hervor- ragende logistische Anbindung und Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern. Mit Denver erweitert SMA ihre Präsenz in den USA – die Vertriebs- und Serviceniederlassung hat ihren Sitz bei Sacramento, Kalifornien. Der Fabrikneubau in den USA ist nahezu abgeschlossen und das US-Mitarbeiterteam wurde in Niestetal intensiv in dem flexiblen Produktionsmodell der SMA geschult. Mitte dieses Jahres wird die neue Fabrik die Produktion aufnehmen. Sie ist in der Anfangsphase auf eine Jahreskapazität von etwa 1 GW Wechsel- richter-Leistung ausgelegt. Während in Denver künftig die Geräte für den nordamerikanischen Markt produziert werden, bleibt Deutschland unser größter Produktionsstandort. Dies unterstreichen wir mit dem starken Ausbau der Kapazität in diesem Jahr und mit signifikanten Investitionen in den Jahren 2011 und 2012. Bei diesem Ausbau wollen wir uns wie bisher von den Marktgegebenheiten lenken lassen. flexibles Produktionskonzept, ausbau der Kapazitäten SMA produziert ausschließlich auftragsbezogen – vor dem Hintergrund der hohen Marktdynamik des So- lar-Sektors war auch 2009 wieder größtmögliche Flexibilität gefordert. Vom ersten bis zum vierten Quartal haben wir die produzierte Wechselrichter-Leistung im Verhältnis von deutlich mehr als 1:4 erhöhen können: von 243 MW im ersten auf 1.415 MW im vierten Quartal. Mit unserem einmaligen Flexibilitätskonzept sind wir kurzfristig in der Lage, die Produktion in Rekordzeit sowohl an regionale Verschiebungen als auch pro- duktbezogene und marktbedingte Änderungen in der Nachfrage anzupassen. An unsere Aktionäre Ansichten Konzernlagebericht Konzernabschluss sonstige Informationen 002 038 078 124 184 013 Begrüßung durch den Vorstand
