PROzESSEXzELLENz IN DER ENERGIEVERSORGUNG REDUzIERT CO2 -BILANz heraUsforDerUnG Stellen Sie sich vor, die Energiewirtschaft ist im Augenblick von einer umfangreichen Deregulierung betroffen und muss sich gleichzeitig mit den Anforderungen an eine Verringerung ihrer CO2 -Emissionen ausein- andersetzen. Damit steht die Branche vor der größten Herausforderung ihrer bisherigen Geschichte. Die Liberalisierung hat neue agile Marktteil- nehmer hervorgebracht, alternative Formen der Energiegewinnung eröff- nen positive Aussichten für eine effizientere und sauberere Industrie. Allerdings kann die Branche diese neuen Chancen noch nicht in vollem Umfang nutzen, und auch die Verbraucher können noch nicht umfas- send davon profitieren. Der Grund liegt in dem gegenwärtigen Energie- verteilnetz, das noch mit einem Steuerungs- und Abrechnungssystem von vor fünfzig Jahren arbeitet. Die Verteil- und Abrechnungsinfrastruk- tur konnte mit den Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte nicht Schritt halten. Für den Durchschnittsverbraucher ist es immer noch dasselbe jährlich wiederkehrende Szenario – jedes Jahr muss der Strom abgelesen werden und jedes Jahr stellt sich dann die- selbe spannende Frage: Rückerstattung oder Nachzahlung? Nur wenig ist von dem Fortschritt, der in der Geschäftsprozess- und Kommunikationssoftware erzielt wurde, bisher in das Energienetz vor- gedrungen. Aber jetzt kommt Bewegung in die Sache. Derzeit beobachten wir die Einführung eines intelligenten Energienet- zes, des so genannten „Smart Grid“ oder „Internet der Energie”. Dabei handelt es sich um ein weltweites, komplett digitalisiertes, mess- und steuerbares, intelligentes Energieverteilsystem. Man könnte auch sagen, es handelt sich um das größte Green-IT-Projekt auf dem Planeten bzw. um die derzeit bedeutendste Initiative zur Reduzierung des CO2 - Ausstoßes. Das Smart Grid ist wahrscheinlich alles in einem, und den Anfang machen Systeme für die intelligente Energieverbrauchsmessung (Smart Metering). LösUnGen UnD KUnDennUTZen Das Geschäftsszenario überzeugt. Der Energieerzeuger kann Spitzen im Energiebedarf vorausberechnen und Verbrauch sowie Produktion aufeinander abstimmen. Energiediebstahl und Störungen im Netz lassen sich in Echtzeit lokalisieren. Alternative Energiequellen können je nach Erfordernis zum gewünschten zeitpunkt zugeschaltet werden. Der Verbraucher gewinnt eine bessere Kontrolle über seinen Energie- verbrauch. Er steuert den zeitpunkt, wählt das Versorgungsunternehmen und bestimmt die Kosten. Er regelt den Energieverbrauch so, dass automatisch der günstigste Preis genutzt wird. Er drosselt den Ver- brauch, wenn der Strom sehr teuer ist, und er handelt den für seinen individuellen Bedarf passenden Tarif aus. Auch was unseren Planeten betrifft, so sind die zahlen beeindruckend: Mithilfe intelligenter Stromnetze ließe sich der Verlust von zehn Prozent der Energie, die in Europa und den USA durch Diebstahl und Störungen im Netz verloren gehen, vermeiden. Intelligente Netze und intelli- gente Gebäude könnten den CO2 -Ausstoß weltweit bis 2020 jährlich um 15 Prozent reduzieren. Mithilfe intelligenter Netze könnten allein in Deutschland jährlich 1,5 Milliarden Euro eingespart und die CO2 - Emissionen um 5,6 Millionen Tonnen reduziert werden. Die Energie- bereitstellung durch den Lieferanten an den Verbraucher mithilfe bidirektionaler digitaler Technologie ermöglicht es, die Elektrogeräte beim Verbraucher zu überwachen und zu steuern. Das Ergebnis: Energie wird eingespart, Kosten reduziert und die zuverlässigkeit und Transpa- renz erhöht. TechnoLoGie Software ist die Schnittstelle zwischen intelligenter Energieversorgung und intelligenten Geschäftsprozessen. Software ist die Schnittstelle zwischen einem statischen Verteilnetz und sich ständig ändernden Ge- schäftserfordernissen. Software ist die Schnittstelle zwischen dem mo- dernen Lieferanten und dem informierten Verbraucher. Die Software AG bietet die Technologie für diese Schnittstelle, schafft die Verknüpfung – und bewirkt damit den Unterschied. Die Software AG ermöglicht dem Energieunternehmen, intelligente Prozesse zu erstellen und über diese das „Smart Grid“ mit dem informierten Verbraucher auf der einen Seite und agilen Lieferanten auf der anderen Seite zu verbinden. Die Software AG liefert die Schlüsseltechnologie für die größte Herausforde- rung, die die Energiewirtschaft je zu bewältigen hatte. fachsPrache Business Process Improvement (BPI), Business Process Monitoring (BPM), Performance Dashboards, Key Performance Indicators (KPI), Workflow-Management, Smart Metering ProDUKTe webMethods 8: webMethods Business Activity Monitoring & webMethods CentraSite, ARIS Platform-Suite & ARIS Solutions WaTT, DEUTSCHLAND Mit der webMethods BPM Suite implementierte Watt Deutschland eine neue integrierte Order-to- Cash-Lösung. Anhand von webMethods Trading Networks automatisierte der Stromanbieter den Datenaustausch mit Partnern. saBic eUroPe Management von Geschäftsprozess-Engpässen während einer Periode schnellen Wachstums: Das Chemieunternehmen SABIC Europe senkt seine Betriebskosten mit ARIS Business Architect for SAP‘ und erreicht kalkulierte zeitersparnisse zwischen einem Jahr und drei Jahren. 1| Software AG Geschäftsbericht 2009 25 01_ ZUM UnTERnEHMEn | SOfTWARE AG TECHnOLOGiE UnD KUnDEn
