Lagebericht Sto-Konzern (IFRS) | Sto AG 3 Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Diese umfassen beispielsweise diverse Programme zur Reduzierung von Sachkosten, aber auch die Beschränkung unserer Investitionsausgaben auf notwendige Ersatzbeschaffungen und Projekte von herausragender strategischer Bedeutung. Darunter fällt insbesondere der Bau des Werks für innovative Dämmstoffe in Lauingen. Insge- samt planen wir derzeit Investitionen von rund 24 Mio. EUR, die sich damit voraussichtlich auf Höhe der Konzernabschreibungen bewegen werden. Im Personalbereich befinden wir uns mit den Arbeitnehmervertretern in Deutschland in einem Dialog, um Maßnahmen zur Flexibilisie- rung der Arbeitskosten in die Wege zu leiten. Dazu gehört beispielsweise, den Einsatz von Leiharbeitern zu reduzieren und zur Überbrü- ckung auftragsschwacher Phasen Überstunden und Resturlaub der Mitarbeiter abzubauen. Unser erklärtes Ziel ist es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Auf der anderen Seite werden wir aus heutiger Sicht im In- und Ausland nur selektive Neueinstellungen vor- nehmen und durch Fluktuation frei werdende Stellen in der Regel nicht besetzen. Insgesamt planen wir, den Umfang der Konzernbeleg- schaft stabil zu halten. 2009 stellt aus Sicht der Sto AG ein Über- gangsjahr dar, das von konjunkturell bedingten Umsatz- und Ertragseinbußen geprägt ist. Die in diesem Zusammenhang eingeleiteten Programme zur Kostensenkung und Effizienz- steigerung sowie die konsequente Umset- zung strategischer Maßnahmen werden dazu beitragen, die großen Herausforderungen des laufenden Jahres zu bestehen. In Anbetracht der nicht abschätzbaren Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die konjunkturelle Ent- wicklung in den für die Sto-Gruppe relevanten Märkten können wir derzeit keine zuverlässige Aussage über die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 treffen. Risiken und Chancen für die künftige Entwicklung Voraussetzung für den angestrebten Geschäfts- verlauf sind neben dem prognostizierten Kon- junktur- und Absatzszenario stabile politische Rahmenbedingungen. Außerdem liegen unse- ren Planungen eigene Einschätzungen über die Entwicklung der für Sto relevanten Währun- gen zugrunde. Sollten sich die getroffenen Annahmen als unzutreffend erweisen, können die für 2009 beschriebenen Erwartungen mehr oder weniger deutlich von der tatsächlichen Situation abweichen. Im laufenden Jahr überwiegen die Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung eindeutig deren Chancen. So kann derzeit nicht ausge- schlossen werden, dass die gesamtwirtschaft- liche Rezession noch tiefer ausfällt als derzeit befürchtet. In diesem Falle wären die Auswir- kungen auf die nationale und internationale Baubranche deutlich ungünstiger als bisher prognostiziert. Neben stärkeren Nachfrageein- bußen käme es zu erheblich mehr Insolvenzen und Zahlungsschwierigkeiten bei Sto-Kunden, die zu höheren Forderungsausfällen führen würden. Auch die Entwicklung der für Sto wichtigen Devisenkurse könnte ungünstiger ausfallen als geplant. Chancen könnten sich im Geschäftsjahr 2009 aus unserer Sicht allenfalls daraus erge- ben, dass die Konjunkturprogramme der Bun- desregierung schneller greifen als im Moment angenommen wird und der deutsche Markt sich aus diesem Grund besser entwickelt als bislang prognostiziert. Da ein Schwerpunkt der verabschiedeten Programme die energetische Gebäudesanierung ist, dürfte dies auch den Absatz von Sto-Produkten positiv beeinflussen. Mittel- und langfristig sind aus unserer Sicht die operativen Chancen größer als die Risiken. So ist zu erwarten, dass sich die Verteue- rung von Energie und Rohstoffen tendenziell fortsetzen wird. Einerseits werden Rohstoffe und fossile Energieträger immer knapper,
