2 Sto AG | Vorwort Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das Geschäftsjahr 2008 verlief für die Sto AG wiederum erfolgreich. Eine wichtige Vorausset- zung dafür war, dass sich die Nachfrage nach Bauleistungen trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise insgesamt doch erfreulich robust entwickelte. Ausnahmen waren lediglich die USA, Spanien und Ungarn. In allen anderen Regionen konnten wir erneut zulegen und unsere führende Position ausbauen. Stark gefragt waren vor allem Fassadensysteme, aber auch der Absatz von Farben und Putzen sowie Bodenbeschichtungen entwickelte sich positiv. Insgesamt stieg der Sto-Konzernumsatz 2008 um 7,0 % auf 946,7 Mio. EUR. Die beachtliche Erhöhung des Geschäftsvolu- mens schlug sich auch positiv in der Ertragslage nieder. Das operative Ergebnis EBIT verbes- serte sich um 10,9 % auf 83,2 Mio. EUR. Der Konzernjahresüberschuss nahm aufgrund eines Steuereffekts etwas weniger stark um 6,8 % auf 51,8 Mio. EUR zu. Die Muttergesellschaft Sto AG weist einen Jahresüberschuss von 49,3 Mio. EUR nach 37,2 Mio. EUR im Vorjahr aus. An der Ertragssteigerung wollen wir auch unsere Aktionäre teilhaben lassen. Daher wer- den Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptver- sammlung am 16. Juni 2009 vorschlagen, den Bonus je Stamm- und Vorzugsaktie von 0,84 EUR auf 2,06 EUR anzuheben. Die eigent- liche Dividende bleibt unverändert bei 0,25 EUR je Stamm- und 0,31 EUR je Vorzugsaktie. Die Ausschüttungssumme steigt damit von 7,2 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR. Die erhöhte Auszahlung an unsere Aktionäre ist auch vor dem Hintergrund der verbesser- ten Finanzlage zu sehen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2008 um 10,9 % auf 87,5 Mio. EUR. Der Bestand an liquiden Mitteln lag Ende Dezember bei 69,8 Mio. EUR im Vergleich zu 45,2 Mio. EUR am Vorjahresstichtag. Nimmt man die Mittel dazu, die wir aufgrund eines attraktiven Zinssatzes zum Jahreswechsel in Festgelder mit einer Laufzeit zwischen 3 und 12 Monaten anlegten, verfügten wir sogar über 84,8 Mio. EUR an Liquidität. Dieser Betrag überstieg die Summe der Finanzschulden deutlich. Auf die vorzeitige Tilgung von Krediten, die durchaus möglich gewesen wäre, haben wir 2008 ganz bewusst verzichtet und stattdessen unseren finanziellen und unternehmerischen Handlungsspielraum weiter gestärkt. Denn im Geschäftsjahr 2009 ist mit einer deutlichen kon- junkturellen Abkühlung in der Baubranche zu rechnen. Dies zeichnete sich schon Ende 2008 ab, als die Ausläufer der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auch in bis dahin stabilen Regionen den Absatz von Bauleistungen bereits spürbar dämpften. Diese Abwärtsdynamik wird sich 2009 weiter verstärken und zunehmend auch Sto beeinträchtigen. Allerdings gehen wir davon aus, dass die stabile Nachfrage im für uns wichtigen deutschsprachigen Raum sowie in Frankreich für einen soliden Rückhalt sorgen wird. In der Summe erwarten wir 2009 den- noch einen rückläufigen Konzernumsatz. Das Ausmaß lässt sich aufgrund der extrem großen Unsicherheiten in den einzelnen Ländern und Produktsegmenten sowie am Devisenmarkt derzeit kaum abschätzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die konjunkturell bedingten Absatz- Vorwort Jochen Stotmeister,Vorsitzender des Vorstands
