Vorwort | Sto AG einbußen durch die ungünstigen Witterungs bedingungen in Europa zu Jahresbeginn erheb lich verstärkt wurden. Dies führte bei Sto im ersten Quartal zu einer deutlichen Verringerung des Konzernumsatzes. Das Konzernergebnis wird aus heutiger Sicht trotz der eingeleiteten Gegenmaßnahmen 2009 erheblich stärker zurückgehen als der Konzernumsatz. Gründe für diesen Gewinnrück gang sind neben dem abnehmenden Geschäfts volumen vor allem die geringere Auslastung der Fertigungskapazitäten und der anhaltend hohe Preisdruck. Darüber hinaus steigt aufgrund der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingun gen das Risiko von Forderungsausfällen. Um das Ausmaß des Ertragsrückgangs in Grenzen zu halten, leiteten wir bereits um fangreiche Kostensenkungsmaßnahmen ein. Dazu gehören insbesondere Regelungen zur Flexibilisierung der Arbeitskosten in Deutsch land, wobei wir uns zu diesem Thema mit den Arbeitnehmervertretern in einem Dialog befin den. Unser erklärtes Ziel ist es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. 2009 stellt aus unserer Sicht ein Übergangs jahr dar, das von konjunkturell bedingten Umsatz und Ertragseinbußen geprägt sein wird. Wir sind aber überzeugt, gestärkt aus der gegenwärtigen Krise hervorzugehen. Dazu wer den nicht nur die eingeleiteten Programme zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung beitra gen, sondern auch die konsequente Umsetzung unserer ertragsorientierten Wachstumsstrate gie. Wichtige Punkte sind der kontinuierliche Ausbau des internationalen Geschäfts und die weitere Stärkung der StoGruppenkompetenz. Schon jetzt ist der StoKonzern, was das Leis tungsspektrum angeht, mit seinem umfassen den und qualitativ anspruchsvollen Produkt und Dienstleistungsportfolio rund um die Fassade international führend. Diese Position werden wir mit dem Einstieg in die Produktion von Dämmstoffen weiter ausbauen. Nach Abschluss der Planungen beginnen wir im Frühsommer 2009 mit dem Bau des dafür vorgesehenen Werks am Stammsitz der Tochtergesellschaft StoVerotec. Die Inbetrieb nahme ist zum Jahresende vorgesehen. Durch den konsequenten Schritt, Dämmstoffe selbst zu produzieren, erhöhen wir die Wertschöp fungstiefe und bauen wichtiges technologisches Knowhow auch in diesem Bereich auf. Darüber hinaus wollen wir ab 2009 das Prin zip der Nachhaltigkeit noch stärker in unsere Geschäftsprozesse integrieren. Aus diesem Grund haben wir uns Anfang des Jahres der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufe nen Initiative „Global Compact“ angeschlossen. Die Mitglieder dieses weltumspannenden Paktes bekennen sich öffentlich und nachprüfbar dazu, die Menschenrechte zu achten, international gültige Arbeitsnormen zu erfüllen, Korruption zu bekämpfen sowie vorausschauenden und umfassenden Umweltschutz zu praktizieren. Wir sind zuversichtlich, mit dieser Strategie die Basis für die mittel und langfristige Fort setzung unseres Wachstumskurses geschaffen zu haben. Kurzfristig werden die operativen und strategischen Stärken dazu beitragen, die Auswirkungen der aktuellen Finanz und Wirtschaftskrise in Grenzen zu halten. Dennoch wird 2009 ein schwieriges Geschäftsjahr, das wiederum hohen Einsatz von allen StoBeschäf tigten fordert. Mit Blick auf das vorbildliche Engagement, das unsere Belegschaft in der Vergangenheit an den Tag legte, machen wir uns deswegen allerdings keine Sorgen. Im Namen des Vorstands möchte ich an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Führungskräften für ihren großen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr herzlich danken. Ihr Jochen Stotmeister Vorsitzender des Vorstands
