29 bericht des Aufsichtsrats projekte, wie das Objekt „Stuttgart-Südtor“, fortzusetzen, dagegen neue Projekte oder die Entwicklung vorhan- dener Grundstücke nicht mehr zu beginnen, stimmte der Aufsichtsrat zu. Daneben wurden die Verkäufe verschie- dener Liegenschaften vornehmlich aus dem Bestand der Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft genehmigt, um die sich am Markt bietenden Chancen zu nutzen. In der bilanzfeststellenden Sitzung vom 21. April 2009 befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jah- resabschluss 2008 und dem Ergebnis der Prüfung der Wirtschaftsprüfer. Weiterhin wurde die Geschäftsvertei- lung im Vorstand neu beschlossen. In den Sitzungen der zweiten Jahreshälfte befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit den anhaltenden Aus- wirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, die aufgrund marktbedingter und vorgezogener Abwertungen auf Renditeliegenschaften schon im Halbjahresabschluss zu einem Verlust von EUR -15,3 Mio. führten. Weiterhin trugen Rückstellungen für Risiken aus der Bautätigkeit früherer Jahre, die nach einer zur Jahresmitte aktualisier- ten und eingehenden Risikoanalyse aus kaufmännischer Vorsicht gebildet wurden, sowie Restrukturierungsmaß- nahmen zur Optimierung der Personalstruktur zu den Verlusten bei. Der Aufsichtsrat stimmte diesen Vorschlä- gen und Maßnahmen des Vorstandes, die letztlich zur Bewältigung der anhaltenden Krise erforderlich waren, jeweils zu. In der Sitzung vom 18. Juni 2009 wurde beschlossen, der Hauptversammlung den Abschluss eines Beherr- schungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der TAG Immobilien AG und der TAG Gewerbeimmobilien- Aktiengesellschaft vorzuschlagen, um die Vorteile einer steuerlichen Organschaft nutzen zu können. Diese Entscheidung fiel ungeachtet der strategischen Absicht, die TAG Gewerbeimmobilien-Aktiengesellschaft im Falle einer Verbesserung der Kapitalmarktverhältnisse doch noch in eine REIT-Aktiengesellschaft umzuwandeln. Die Umwandlung ist weiterhin aufgeschoben. In der Sitzung vom 8. Dezember 2009 wurde u.a. die Akquisition des Ostara Alpha Wohnungsportfolios erör- tert und positiv bewertet. Die Übernahme von 94 Prozent der Geschäftsanteile an der Ostara Alpha S.á.r.l., die rund 787 in Berlin und zu einem geringen Anteil auch in Flens- burg und Zingst gelegene Wohnungen besitzt, wurde befürwortet. Ebenso die Einbringung der Geschäftsan- teile im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Der Beschluss zur Erhöhung des Grundkapitals wurde dann parallel zu den Verhandlungen mit den Verkäufern der Gesellschaftsanteile und Festlegung der endgültigen Modalitäten im Umlaufverfahren am 30. Dezember 2009 und 02. Januar 2010 beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgt durch Ausgabe von 2.418.182 Aktien gegen Ein- bringung der Sacheinlage. In der Sitzung vom 8. Dezember 2009 wurde vor dem Hintergrund des am 4. August 2009 in Kraft getre- tenen Gesetzes zur Vorstandsvergütung das Modell zur Ermittlung und Festlegung der variablen Vorstandsver- gütung erörtert. Wegen der Einzelheiten wird auf den Vergütungsbericht auf Seite 44 dieses Geschäftsberichts verwiesen. Schließlich stellte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 8. Dezember 2009 fest, dass Herr Prof. Dr. Ronald Froh- ne als unabhängiges Mitglied die vom Gesetz gemäß § 100 Abs. 5 AktG in der Neufassung des Bilanzmoder- nisierungsgesetzes erforderlichen Kriterien zur Unab- hängigkeit und zum Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und Abschlussprüfung erfüllt.
