Report-Investor: TAG Immobilien AG - Geschäftsbericht 2009

39 Konzernlagebericht (Vorjahr EUR 44,8 Mio.) zu realisieren. Dabei wurde ein Verkaufsergebnis von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,5 Mio.) erzielt. Trotz positiver Mietentwicklung musste eine Wert- korrektur der Renditeliegenschaften in Höhe von insgesamt EUR 13,5 Mio. (Vorjahr EUR 18,7 Mio.) vorgenommen werden. Diese ist vornehmlich auf gestiegene Liegen- schaftszinsen, insbesondere im Gewerbebereich, zurückzu- führen. Dadurch ergibt sich im Bereich Gewerbe eine Anpassung der Marktwerte um -2,0 Prozent und im Bereich Wohnen um -2,7 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2008. Die Korrekturen der Fair Value-Ansätze sind nicht liquiditätswirksam und beeinflussen die vereinbarten Kreditklauseln (Financial Covenants) nicht. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kreditkrise und den daraus resultierenden Auswirkungen auf alle Sektoren des Wirtschaftslebens in Deutschland hat die Gesellschaft mit der Anpassung des bisherigen Geschäftsmodells reagiert. Dabei wurden insbesondere die Aktivitäten im Bereich Vermietung ausgebaut, Investitionen in Neubauten und Bestandsentwicklungsmaßnahmen auf der anderen Seite erheblich reduziert. Des Weiteren wurden in 2009 laufende Personalkosten in erheblichem Umfang gesenkt. Die TAG plant, ihre Personal- und Sachkosten bis zum Jahr 2010 um insgesamt 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 zu reduzieren. Für das Geschäftsjahr 2009 sind Einmalkosten entstanden, im Wesentlichen für Personalabbau sowie frühere Bautätigkeiten in Höhe von EUR 6,7 Mio. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt EUR -24,7 Mio. nach EUR -42,1 Mio. im Vorjahr. Mit einem Loan to Value von 67 Prozent und einer Eigen- kapitalquote von 25 Prozent weist der TAG-Konzern eine im Branchenvergleich solide Bilanzrelation auf und ist weiterhin ausreichend finanziert. Mit einem strategischen Immobilien- management steigert der Konzern den Wert seiner Immobilien und sichert langfristig stabile Einnahmen aus Vermietung und in Einzelfällen aus Verkäufen sowie aus gezielten Ankäufen. Ein gutes Beispiel dieser Strategie im Jahr 2009 war der Ankauf des Objektes Steckelhörn in Hamburg, in dem sich die Konzernzentrale der TAG befindet und das überwiegend fremd genutzt wird. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Neubewertungen Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 32 Prozent von EUR 101,9 Mio. auf EUR 134,4 Mio. Dabei konnte der TAG-Konzern die Mieterlöse inkl. Nebenkostenumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10 Prozent auf EUR 59,7 Mio. von EUR 54,2 Mio. steigern. Die Erlöse aus dem Dienstlei- stungsbereich gingen in 2009 auf EUR 1,8 Mio. gegenüber EUR 2,8 Mio. in 2008 zurück. Die Verkaufserlöse erhöhten sich von EUR 44,8 Mio. im Geschäftsjahr 2008 auf EUR 72,8 Mio. im Geschäftsjahr 2009. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf erhöhte Verkäufe aus dem Bestand der Renditeliegenschaften zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren u.a. aus dem positiven Ausgang eines Rechtstreits und stabilisierten sich auf EUR 4,6 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.). Die Neubewertung der Renditeliegenschaften in Höhe von EUR -13,5 Mio. gegenüber EUR -18,7 Mio. im Vorjahr trug wesentlich zu dem unbefriedigenden Rohergebnis bei. Die Neubewertungen sind vor dem Hintergrund der anhaltenden Kreditkrise und branchenübergreifend zu bewerten. Das Unternehmen sieht sich trotz dieser Bewertungen weiterhin in seiner Strategie bestätigt, die Ertragskraft der Renditeliegenschaften durch ein aktives Asset Management dauerhaft zu stärken. Die Immobilien der TAG in urbanen Lagen deutscher Ballungsgebiete zeichnen sich durch stabile Cashflows und gute Renditen aus und sichern daher langfristig die Ertragskraft des Unternehmens.

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