Report-Investor: TAKKT AG - Geschäftsbericht 2009

017 Geschäftsmodell und Unternehmensstrategie Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung Umsatz- und Ertragssituation Finanz- undVermögenslage Forschung und Qualitätssicherung Mitarbeiter Risikobericht Prognosebericht VORSTAND LAGEBERICHT GESCHäFTSBEREICHE TAKKT-AKTIE UNTERNEHMENSFÜHRUNG KONzERNABSCHLUSS ereignisse nach der berichtsperiode Anpassung der Konzernstruktur Auch aufgrund des Rückzugs vonTopdeq aus den USA wurde die Organisationsstruktur des TAKKT-Konzerns ab 01. Januar 2010 angepasst. Demnach gibt es unter dem Dach der TAKKT-Holding ab diesem zeitpunkt zwei Geschäftsbereiche: TAKKT EUROPE undTAKKT AMERICA.TAKKT EUROPE setzt sich aus zwei Sparten zusammen, der Business Equipment Group (BEG), bestehend aus den Gesellschaften des ehe- maligen GeschäftsbereichsKAISER+KRAFTEUROPA,undder Office Equipment Group (OEG), bestehend aus den Topdeq- Gesellschaften. Innerhalb vonTAKKT AMERICA gibt es weiter- hin die Sparten Plant Equipment Group (PEG), Specialties Group (SPG) und Office Equipment Group (OEG). Mit der strukturellen Anpassung geht eine Verkleinerung des Vorstands von vier auf drei Mitglieder einher. Dr. Felix A. zimmermann ist als Vorstandsvorsitzender weiterhin für den Bereich TAKKT AMERICA zuständig. Franz Vogel über- nimmt im Vorstand den Geschäftsbereich TAKKT EUROPE. Dr. Florian Funck bleibt Vorstand für den Bereich Controlling und Finanzen. Didier Nulens ist mitWirkung zum 31. Dezember 2009 aus dem Vorstand der TAKKT AG ausgeschieden. Er konzentriert sich auf die Führung der Topdeq-Aktivitäten beziehungsweise der Office Equipment Group innerhalb von TAKKT EUROPE. Wirtschaftliche rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung Das Jahr 2009 war wirtschaftlich von einem konjunkturellen Einbruch gekennzeichnet, der für die Nachkriegszeit ohne Beispiel ist. Die Ausmaße des Abschwungs haben hinsichtlich Tiefe und Breite die Erwartungen der Wirtschaftsexperten übertroffen. Weltweit mussten Unternehmen aller Branchen erhebliche Umsatzrückgänge verkraften. Us-immobilienkrise zieht weltweiten Konjunktureinbruch nach sich Im Jahr 2009 ist die vom US-Immobilienmarkt ausgelöste Finanzkrise mit voller Wucht auf die reale Wirtschaft überge- schwappt. Nachdem in den USA bereits seit Anfang 2008 eine schwache konjunkturelle Entwicklung zu verzeichnen war, breitete sich die Krise ab dem dritten Quartal 2008 über den Verlauf des ersten Halbjahres 2009 zu einer handfesten und weltweiten Rezession aus. Leichte Anzeichen einer Erholung waren erst ab Jahresmitte erkennbar. Dabei ist bis heute un- klar, ob es sich hierbei um eine nachhaltige Entspannung oder nur um kurzfristige Effekte der massiven staatlichen Interven- tionsmaßnahmen handelt. Für die ersten vereinzelten Licht- blicke haben eine Reihe von Schwellenländern im asiatischen Raum gesorgt. Diese hatten ab dem zweiten Quartal wieder steigende zahlen für die gesamtwirtschaftliche Produktion vermeldet. Ab dem Sommer kam es zu einer Belebung des Welthandels. Diesem positiven Stimmungsindikator folgten zum Ende des Berichtsjahres vermehrte Anzeichen für eine anstehende konjunkturelle Erholung. Sowohl in Nordamerika als auch in Europa zogen Industrieproduktion und Auftragsent- wicklung wieder an – allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Die Verunsicherung über die wirtschaftliche Entwicklung spie- gelte sich im schwachen Konsum der privaten Haushalte so- wie der geringen Investitionsbereitschaft der Unternehmen wider. Letztere wirkte sich direkt auf die Umsatzentwicklung der TAKKT-Gruppe aus. In den wichtigsten Absatzregionen des Konzerns, USA und Europa, ging die Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,4 Prozent be- ziehungsweise 4,0 Prozent zurück. In Deutschland sank das BIP um 5,0 Prozent. Das war der stärkste Einbruch seit Ende des zweiten Weltkriegs.

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