06 06 • Darüber hinaus wurden alle Investitionsprojekte auf mögliche Reduzierungen und Verschie- bungen analysiert. Davon wurden auch unsere Großprojekte im Stahlbereich nicht ausge- nommen. Es gelang uns, die Investitionsausgaben 2008 / 2009 gegenüber unserer Planung um weit mehr als 1 Mrd € zu begrenzen. • Auch in der notwendigen Restrukturierung einzelner Bereiche sind wir vorangekommen, etwa bei den Werften oder den Automotive-Aktivitäten. Der Prozess der Portfolio-Optimierung wurde ebenfalls fortgesetzt, beispielsweise durch die Abgabe von ThyssenKrupp Industrie- service an die WISAG. • Die Verwaltungskosten des Konzerns von rund 2,5 Mrd€ jährlich sollen nachhaltig um 20% gesenkt werden. Dazu wird die organisatorische Neuordnung des Konzerns wesentlich beitragen, die zum 01. Oktober 2009 umgesetzt wurde. thyssenkrUpp heUte ThyssenKrupp startete in das neue Geschäftsjahr mit erheblichen Lasten, die sich im Verlust des Vorjahres deutlich niederschlagen, mit einem umfangreichen Aufgabenprogramm, aber auch mit Zuversicht und Selbstvertrauen. Unsere Maßnahmen greifen und machen den Konzern für die Zukunft widerstands- und wett- bewerbsfähiger; das habe ich eingangs dargelegt. Wir werden weiter alles daran setzen, unsere Programme zur Kostensenkung und Restrukturierung effizient umzusetzen. Zusammen mit den bereits erreichten Kostensenkungen werden wir unsere Kostenbasis ab 2010 / 2011 nachhaltig um 1,5 bis 2 Mrd € verbessern. Trotz aller weiterhin bestehenden Risiken zieht außerdem die Konjunktur in vielen Bereichen langsam an. Unsere Kunden bestellen wieder mehr, auch wenn das Niveau der guten Jahre noch längere Zeit nicht wieder erreicht wird; wir konnten die Kurz- arbeit inzwischen deutlich zurückfahren. Die neue Konzernorganisation versetzt uns in die Lage, im globalen Wettbewerb künftig noch schneller und flexibler zu agieren; zudem macht sie die internen Entscheidungsprozesse kürzer und transparenter. Der Konzern wird operativ dezentraler und strategisch zentraler gesteuert. Unsere Geschäftsaktivitäten sind seit Beginn des neuen Geschäftsjahres in acht Business Areas zusammengefasst, die direkt an die Konzernholding angebunden sind; die frühere Segment- führungsebene entfällt. Die ersten Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Konzernteilen sind positiv und sprechen klar für die Neuordnung. Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine solide Basis geschaffen, um aus der Krise gestärkt hervorzugehen und – sobald der Konjunkturmotor wieder anspringt – an die erfolg- reiche Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Und was mir dabei besonders wichtig ist: Wir haben alle wesentlichen Maßnahmen mit den Arbeitnehmervertretern nach zum Teil kontroverser Diskussion einvernehmlich beschlossen. Wettbewerbsstärke, Zukunftsfähigkeit und Sozialverträglichkeit dürfen sich nicht ausschließen. Wir bei ThyssenKrupp haben gezeigt, dass sie auch in schwierigen Zeiten vereinbar sind.
