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Report Investor: ThyssenKrupp AG - Geschäftsbericht 2010

KONZERNLAGEBERICHT Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern 101 Die aufstrebenden Schwellenländer sind zumeist stark gewachsen. Die chinesische Wirtschaft ist vor allem in der 1. Jahreshälfte wegen hoher staatlicher Investitionen und eines steigenden privaten Verbrauchs kräftig expandiert. Im weiteren Jahresverlauf dürfte die Wachstumsdynamik auf Grund der von der Regierung angestrebten gesamtwirtschaftlichen Abkühlung aber nachgelassen haben. Auch die übrigen großen Schwellenländer – insbesondere Indien und Brasilien – verzeichneten 2010 einen hohen Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das verbesserte gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich in nahezu allen unseren Märkten positiv ausge- wirkt. Die Nachfrage nach Qualitäts- und Edelstahl zog weltweit an. In der Automobilindustrie liefen mehr Fahrzeuge vom Band, zum Teil dank staatlicher Förderprogramme in vielen Ländern. Auch in der Maschinenbauindustrie hat sich die Auftragslage überwiegend gebessert. In der Bauwirtschaft war dagegen das Bild regional sehr differenziert. Trotz der anziehenden Konjunktur in zahlreichen Branchen wurde in den Industrieländern das Produktionsniveau der Vorkrisenzeit allerdings noch nicht wieder erreicht. Qualitätsflachstahlmarkt wieder expansiv In dem verbesserten gesamtwirtschaftlichen Umfeld hat sich die Stahlnachfrage weltweit stark erhöht. Vor allem in der 1. Kalenderjahreshälfte 2010 lag der weltweite Rohstahlausstoß erheblich über dem niedrigen Vorjahresniveau und erreichte auf monatlicher Basis historische Rekordhöhen. Ab Jahresmitte verminderten sich allerdings die monatlichen Zuwachsraten. Im Gesamtjahr 2010 stieg die globale Produktion um 13 % auf annähernd 1,4 Mrd t – damit wurde der bisherige Rekordausstoß des Jahres 2007 übertroffen. China und Indien, die ihre Produktion um 10 % bzw. 6 % erhöhten, konnten an den letztjährigen Wachstumstrend anknüpfen. In den übrigen Regionen waren die zum Teil noch deutlicheren Zuwächse die Gegenbewegung zu den drastischen Einbrüchen des Vorjahres. Die EU verzeichnete ein Plus von 19 %, in der Nafta-Region wurden 29 % mehr Rohstahl erzeugt und in Japan 23 % – dennoch wurden die Vorkrisenniveaus noch nicht wieder erreicht. Die deutschen Stahlwerke waren ab Frühjahr KonzernLagebericht Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern 101KONZERNLAGEBERICHT Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern 101 Die aufstrebenden Schwellenländer sind zumeist stark gewachsen. Die chinesische Wirtschaft ist vor allem in der 1. Jahreshälfte wegen hoher staatlicher Investitionen und eines steigenden privaten Verbrauchs kräftig expandiert. Im weiteren Jahresverlauf dürfte die Wachstumsdynamik auf Grund der von der Regierung angestrebten gesamtwirtschaftlichen Abkühlung aber nachgelassen haben. Auch die übrigen großen Schwellenländer – insbesondere Indien und Brasilien – verzeichneten 2010 einen hohen Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das verbesserte gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich in nahezu allen unseren Märkten positiv ausge- wirkt. Die Nachfrage nach Qualitäts- und Edelstahl zog weltweit an. In der Automobilindustrie liefen mehr Fahrzeuge vom Band, zum Teil dank staatlicher Förderprogramme in vielen Ländern. Auch in der Maschinenbauindustrie hat sich die Auftragslage überwiegend gebessert. In der Bauwirtschaft war dagegen das Bild regional sehr differenziert. Trotz der anziehenden Konjunktur in zahlreichen Branchen wurde in den Industrieländern das Produktionsniveau der Vorkrisenzeit allerdings noch nicht wieder erreicht. Qualitätsflachstahlmarkt wieder expansiv In dem verbesserten gesamtwirtschaftlichen Umfeld hat sich die Stahlnachfrage weltweit stark erhöht. Vor allem in der 1. Kalenderjahreshälfte 2010 lag der weltweite Rohstahlausstoß erheblich über dem niedrigen Vorjahresniveau und erreichte auf monatlicher Basis historische Rekordhöhen. Ab Jahresmitte verminderten sich allerdings die monatlichen Zuwachsraten. Im Gesamtjahr 2010 stieg die globale Produktion um 13 % auf annähernd 1,4 Mrd t – damit wurde der bisherige Rekordausstoß des Jahres 2007 übertroffen. China und Indien, die ihre Produktion um 10 % bzw. 6 % erhöhten, konnten an den letztjährigen Wachstumstrend anknüpfen. In den übrigen Regionen waren die zum Teil noch deutlicheren Zuwächse die Gegenbewegung zu den drastischen Einbrüchen des Vorjahres. Die EU verzeichnete ein Plus von 19 %, in der Nafta-Region wurden 29 % mehr Rohstahl erzeugt und in Japan 23 % – dennoch wurden die Vorkrisenniveaus noch nicht wieder erreicht. Die deutschen Stahlwerke waren ab Frühjahr Die globale Rohstahlproduktion stieg 2010 um rund 13 % auf 1,4 Mrd t. Deutschland Frankreich Italien Spanien Großbritannien Russland Übriges Mittel-/Osteuropa USA Brasilien Übriges Lateinamerika Japan China Indien Mittlerer Osten Übriges Asien welt * Schätzung BruTToinlandsproduKT 2010* reale veränderung zum vorjahr in % 10,0 8,5 4,1 0,9 1,5 3,2 – 0,4 1,5 4,0 1,8 2,7 6,8 2,8 2,5 6,1 4,1