
KonzernLagebericht Risikobericht 171171KONZERNLAGEBERICHT Risikobericht Personalrisiken Engagierte und kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte sind für den Erfolg von ThyssenKrupp von zentraler Bedeutung. Risiken bestehen darin, solche Leistungsträger für offene Stellen nicht zu finden oder kompetente Stelleninhaber zu verlieren. Durch vielfältige personalpolitische Maßnahmen wirken wir diesen Risiken entgegen und positionieren uns als attraktiver Arbeitgeber, der eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern fördert sowie eine konsequente Managemententwicklung, Karriereper- spektiven und attraktive Anreizsysteme für Führungskräfte bietet. Die zielgruppenorientierte Beratung unserer Mitarbeiter bauen wir weiter aus und stärken die Identifikation der Nachwuchskräfte mit dem Unternehmen auf allen Ebenen. Unser bewährtes Ausbildungssystem wird fortgeführt. Wir informieren interessierte Jugend- liche frühzeitig über die Berufschancen bei ThyssenKrupp, um den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften sicherzustellen. Die intensive Zusammenarbeit mit Schwerpunktuniversitäten zur frühzeitigen Kontaktaufnahme mit qualifizierten Studenten setzen wir unvermindert fort. Näheres zu diesen Themen können Sie im Kapitel „Mitarbeiter“ auf den Seiten 157–162 lesen. Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Der konjunkturelle Aufschwung der Weltwirtschaft wird sich zwar auch 2011 fortsetzen. Durch den Wegfall zahlreicher Konjunkturprogramme und den Zwang zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte könnte sich das Wirtschaftswachstum aber teilweise stärker abschwächen. Über die Einzelheiten möglicher Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland, Europa und den übrigen für ThyssenKrupp wichtigen Handelsregionen und Branchen können Sie sich auf den Seiten 175–178 informieren. Spezifische Risiken unserer Aktivitäten Steel Europe: Markt- und Beschaffungsrisiken beim Qualitätsflachstahl Die Business Area Steel Europe sieht grundsätzlich Risiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite, aus Wechselkursschwankungen und aus dem Emissionshandel. Im Falle einer Verschlechterung der gesamt- wirtschaftlichen Lage steigt das bereits vorhandene Risiko aus Kundeninsolvenzen. Bei zunehmender Nachfrage und Auslastung der Anlagen nimmt das Risiko von Produktionsausfällen zu. Die Kapazitäts- erweiterungen zur Weiterverarbeitung zusätzlicher Brammen aus dem Stahlwerk der Business Area Steel Americas in Brasilien können zu Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite führen. Um Risiken aus einer konjunkturell bedingt schwankenden Nachfrage zu beschränken, optimiert Steel Europe in allen Bereichen die Kosten, passt die Produktion rechtzeitig an und konzentriert sich auf anspruchsvolle Marktsegmente mit möglichst konjunkturunabhängiger Nachfrage. Dem steigenden Risiko aus Kundeninsolvenzen begegnen wir, indem wir das Monitoring intensivieren, alle Möglichkeiten für Warenkreditversicherungen ausschöpfen und die Zahlungsbedingungen anpassen. Qualitäts- und Lieferterminrisiken werden über die stetige Optimierung der Wertschöpfungsketten minimiert. Die Risiken aus dem intensiven Wettbewerb auf dem Markt für Qualitätsflachstahl minimiert die Business Area weiterhin durch den systematischen Ausbau der Technologiekompetenz, um sich vom Wettbewerb abheben zu können. Dem Risiko steigender Rohstoff- und Energiepreise wird durch alterna- tive Beschaffungsquellen, strukturierte Energiebeschaffung und die Weitergabe der Preiserhöhungen an die Kunden entgegengewirkt. Einzelheiten: Seiten 157–162 Einzelheiten: Seiten 175–178