Report-Investor: Tognum AG - Geschäftsbericht 2009

SERVICE Glossar kaufmännischer Fachbegriffe 185 KAPITALFLUSSRECHNUNG. Betrachtung der Liquiditätsent- wicklung bzw. Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mit- telherkunft und -verwendungseffekte. KAUFPREISALLOKATION. Siehe → PPA. LATENTE STEUERN. Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen den bilanziellen Wert- ansätzen in der Steuerbilanz und in der IFRS-Bilanz gebildet. Daneben sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Ver- lustvorträge zu erfassen, sofern sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge Steuergutschriften in den Folgejah- ren ergeben. LTIC (LONG-TERM INCENTIVE CONCEPT) Langfristige, variab- le Vergütungskomponente für Vorstände und Führungskräfte mit der Zielsetzung, diese Teilnehmergruppe des LTIC- Programms am langfristigen Unternehmenserfolg zu beteiligen. Die Ausgestaltung ist erfolgsabhängig und basiert auf unter- schiedlichen Parametern. MARKTKAPITALISIERUNG. Marktpreis eines börsennotierten Unternehmens. Er errechnet sich aus dem Kurswert der Aktie multipliziert mit der Aktiensumme. NET WORKING CAPITAL. Siehe → Working Capital. PPA (PURCHASE PRICE ALLOCATION). Die Kaufpreisallokation bezeichnet die Verteilung der Anschaffungskosten eines Unter- nehmenserwerbs auf die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des (gekauften) Tochterunter- nehmens. Es geht darum, dass zunächst der kleinste mögliche → Goodwill – also Firmenwert einer neu akquirierten Gesell- schaft nach Abzug des (neu zum Marktwert berechneten) Ge- sellschaftsvermögens – in der aktuellen Bilanz aktiviert wird. Grundlage ist die Erwerbsmethode nach → IFRS. Das andere Gesellschaftsvermögen bzw. dessen Kaufpreis (nach Abzug des Goodwill) wird als höher bewerteter Vermögens- gegenstand in der Bilanz weiter abgeschrieben. Um den Effekt der rechnerischen Aufwertung des bisherigen Firmenvermögens (der neu erworbenen Gesellschaften) in der Ergebnisrechnung wieder zu eliminieren, werden die tatsächlich erzielten Unter- nehmensergebnisse auf Basis der ursprünglichen, also ebenso tatsächlichen Wertbasis ermittelt. Der Goodwill, der im Rahmen einer Erstkonsolidierung in der Bilanz aktiviert, aber dann nicht planmäßig abgeschrieben wird, wird mindestens einmal jährlich einem Test auf Werthaltigkeit unterzogen (→ Impairment-Test). Wird dadurch festgestellt, dass der Ertragswert (Net Present Value, NPV) aus abgezinsten jährli- chen → Cashflows niedriger ist als das in der Bilanz ausgewiesene Vermögen, wird als Erstes der Goodwill wertberichtigt. RATING. Periodisch wiederkehrende, standardisierte Risiko- und Bonitätsbeurteilung von Emittenten und der von ihnen bege- benen Wertpapieren. Das Rating wird von darauf spezialisierten Agenturen durchgeführt. RONA (RETURN ON NET ASSETS). Zur Darstellung der Gesamt- kapitalrendite verwenden wir die Kennzahl „RONA“ (Return on Net Assets). Dabei spiegelt das Nettovermögen (Net Assets) das im Tognum-Konzern gebundene und zu verzinsende Kapital wider. Auf Konzernebene wird das Nettovermögen passivisch abgeleitet und enthält die Positionen Eigenkapital, Pensionsrück- stellungen und verzinsliches Fremdkapital abzüglich Zahlungs- mittel. Den so ermittelten Kapitaleinsatz setzen wir als Durch- schnittswert1 in Relation zu unserer operativen Ergebnissteue- rungsgröße – dem bereinigten EBIT. Der daraus resultierende RONA wird gegen den Konzernkapitalkostensatz gestellt. SICHERUNGSGESCHÄFT. Absicherung der Zins- und/oder Wäh- rungsrisiken von einzelnen oder mehreren Grundgeschäften. Die Absicherung kann durch derivative Finanzinstrumente erfolgen. UMSATZ. Die gesamten Geldeinkünfte, die ein Unternehmen aus seinen Aktivitäten wie dem Verkauf von Produkten und/oder Dienstleistungen erzielt. WORKING CAPITAL. Kennzahl, die sich aus dem Umlaufvermö- gen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten errechnet. Je höher das Working Capital, umso gesicherter ist die Liquidität des Unternehmens. Tognum berechnet darüber hinaus das Net Wor- king Capital (= Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- tungen abzgl. erhaltene Anzahlungen). 1 (Jahresanfangsbestand + Jahresendbestand)/2

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