6 Brief an die Aktionäre Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, Konjunkturelles Umfeld Das Jahr 2009 wird im Rückblick als eines der wirtschaftlich schwierigsten Jahre seit der großen Depression Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in die Annalen der Wirtschaftsgeschichte eingehen. Weltweit und nahezu zeitgleich ist die Wirtschaftleistung in Folge der von den Banken ausgelösten Finanz- und Wirt- schaftskrise in vielen Ländern dramatisch eingebrochen. Anfang 2009 wurde zeitweise sogar über ein Ende des heutigen Wirtschaftssystems spekuliert, so dass die im Herbst mit Hilfe der zahlreichen staatlichen Programme eingetretene Stabilisierung der Konjunktur bereits allgemein als positiv gewertet wird. Dennoch wird es lange Zeit dauern, bis die „fetten“ Jahre wieder zurückkehren. Der anfängliche Optimismus aus dem Herbst 2009 ist mittlerweile einem wieder eingekehrten Realismus gewichen. Geschäftsverlauf Diesem negativen konjunkturellen Umfeld konnte sich auch die VBH nicht entziehen. Der Konzernumsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12,6 % gesunken, die Erträge sind angesichts fehlender Roherträge und anhaltender Probleme in Italien signifikant zurückgegangen. Trotzdem ist es der VBH gelungen, auch in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld am Markt zu bestehen und ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Die Finanzierungsstabilität der VBH Gruppe ist unverändert gewährleistet, so dass VBH positiv in die Zukunft – also in die Wachstumsphase nach dem Überwinden der Wirtschaftskrise – blicken kann. Der Geschäftsverlauf hat sich in den Regionen, in denen VBH tätig ist, sehr unterschiedlich entwickelt: Die Umsätze in Deutschland konnten mit einem leichten Rückgang von 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil gehalten werden. VBH Deutschland GmbH hat ohne das Intercompany-Geschäft sogar einen Umsatzzuwachs von 4,0 % verzeichnet. Die Umsätze in den Sonstigen Märkten haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, begünstigt auch durch Erst-Konsolidierungen und Neu-Akquisitionen. Dagegen sind die Umsätze in Westeuropa um 21,3 % und in Osteuropa um 28,6 % (währungsbereinigt: 15,5 %) zurückgegangen. In Osteuro- pa zeichnete sich zum Jahresende eine Stabilisierung ab, während in einigen Ländern der Region Westeuropa der Boden noch nicht erreicht wurde. Unternehmensstrategie und markenkommunikation Ungeachtet der negativen Marktentwicklungen hat der Vorstand die 3-Säulen-Strategie der zielgerichteten Inter- nationalisierung, der Verbreiterung des Sortiments, insbesondere auch mit der Eigenmarke greenteQ, sowie der Ausweitung des Dienstleistungsangebotes unter dem VBH Markendach konsequent weiter verfolgt: Brief an die Aktionäre
